Flüchtlingskrise in Europa 

 
 

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Flüchtlinge bei ihrer Ankunft auf Lesbos, Griechenland ©UNHCR/Achilleas Zavallis 

Die Flüchtlingskrise, mit der sich die EU in den letzten Jahren konfrontiert sieht, ist die schlimmste seit dem Zweiten Weltkrieg. Erfahren Sie hier mehr.

Seit 2015 hat die Migration nach Europa erheblich zugenommen. Im Jahr 2016 flüchteten 362 753 Menschen über das Mittelmeer nach Europa. 5 022 Menschen wurden als tot oder vermisst gemeldet. Die EU arbeitet an Maßnahmen, um die Flüchtlings- und Migrationskrise bestmöglich zu bewältigen.


Die Flüchtlingskrise in Zahlen

In den vergangenen Jahren sind Millionen von Menschen vor Krieg, Terror oder Verfolgung nach Europa geflüchtet. Im Jahr 2016 sind in der EU 1,2 Millionen Erst-Asylanträge gestellt worden. Über ein Viertel der Anträge stammte von Syrern. An der zweiten bzw. dritten Stelle der Hauptherkunftsländer der erstmaligen Asylbewerber standen Afghanistan und der Irak. In allen diesen Ländern sind Zivilisten Bedrohungen durch extremistische, aufständische Gruppen ausgesetzt.

Im März 2016 haben die EU und die Türkei ein Abkommen geschlossen, nach dem alle Migranten, die irregulär von der Türkei aus in Griechenland einreisen, wieder in die Türkei zurückgeführt werden. Seit Mai 2016 ist ein Anstieg der Anzahl der Migranten zu verzeichnen, die von Afrika über das Mittelmeer nach Italien übersetzen.

Was versteht man unter dem Begriff "Asylbewerber"? Wie viele Personen haben um Asyl angesucht bzw. Asyl erhalten? Lesen Sie dazu unsere Zusammenfassung der wichtigsten Zahlen und Fakten.


Die Antwort der EU auf die Flüchtlings- und Migrationskrise

Die Krise hat die Schwächen des EU-Asylsystems aufgezeigt. Im November hat das Europäische Parlament seinen Standpunkt zur Reform des Dublin-Systems verabschiedet, welches festlegt, welcher Mitgliedstaat für die Bearbeitung eines Asylantrags zuständig ist. Sobald sich die Mitgliedstaaten auf ihre Verhandlungsposition geeinigt haben, können Parlament und Ministerrat die Verhandlungen aufnehmen.

Das Parlament war außerdem aktiv an der Vorbereitung neuer Maßnahmen beteiligt, um die illegale Einwanderung zu bewältigen, die Grenzkontrollen zu stärken und ein effizienteres System zur Erfassung und Speicherung von Informationen über Personen, die in die EU einreisen, zu schaffen.

Lesen Sie auch unseren Artikel über die Antwort der EU auf die Flüchtlingskrise.

Aktuelle Nachrichten zur Flüchtlings- und Migrationskrise finden Sie in unserem Dossier.