Flüchtlingskrise: Dublin-Reform (Video)  

 
 

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Die Dublin-Reform soll das europäische Asylsystem fairer und nachhaltiger machen. Erfahren Sie mehr dazu in unserem Video!

Die Dublin-Verordnung ist in ihrer aktuellen Form an ihre Grenzen gestoßen. Sie regelt, welcher Mitgliedstaat für die Prüfung eines Asylantrags zuständig ist. Die Schwächen des derzeitigen Systems wurden vor allem im Jahr 2015 deutlich: Als mehr als eine Million Menschen vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen mussten und internationalen Schutz in der EU suchten, brach das Dublin-System zusammen. 

Am 16. November hat das Plenum die Position des Parlaments zur Reform des Dublin-Systems angenommen und ist nun bereit, Gespräche mit den Mitgliedstaaten zu beginnen.

Der Innenausschuss hatte zuvor im Oktober den Bericht über eine Reform des Dublin-Systems verabschiedet.

Die schwedische EU-Abgeordnete und Berichterstatterin zur Dublin-Reform, Cecilia Wikström (ALDE), hebt in ihrem Bericht drei Prioritäten hervor. Erstens soll eine gerechte Aufteilung der Verantwortlichkeiten für Asylsuchende zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten erreicht werden. Die Mitgliedstaaten mit EU-Außengrenzen, in denen die meisten Flüchtlinge zum ersten Mal europäisches Hoheitsgebiet betreten, sollen ihre Verantwortung für die Registrierung aller ankommenden Personen sowie für den Schutz und die Aufrechterhaltung der Außengrenzen der EU übernehmen. Außerdem sollen Menschen, die internationalen Schutz benötigen, diesen viel schneller als derzeit erhalten, während diejenigen, die nachweislich kein Asylrecht haben, schnell und unter menschenwürdigen Bedingungen in ihr Herkunftsland  zurückgesandt werden.

"Wir brauchen ein System, das unabhängig von der Größe des Zustroms funktioniert, damit wir nicht auf Notmaßnahmen angewiesen sind", betont Cecilia Wikström in unserem Interview. Das gesamte Interview sehen Sie in unserem Video.

Weitere Informationen: Gemeinsames Europäisches Asylsystem