Flüchtlingskrise in Syrien: Entwicklungsausschuss diskutiert aktuelle Lage 

 
 

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Ein kurdischer Flüchtling an einem verregneten Tag im Flüchtlingscamp Rojova in Suruc ©BELGAIMAGE/AFP/PHOTO/B.KILIC 

In den vergangenen Jahren wurden mehr als neun Millionen Syrer gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Viele von ihnen fanden Zuflucht in Nachbarländern wie Jordanien, dem Libanon und der Türkei. Am Montag (3.11.) diskutierten Abgeordnete des Entwicklungsausschusses die humanitäre Krise in Syrien und die Lage der Flüchtlinge in der Region.

Gilles Hansoul des Internationalen Ausschusses des Roten Kreuzes forderte alle Parteien, die am Konflikt beteiligt sind, auf, eine neutrale, unabhängige und unparteiische Bekämpfung möglich zu machen.


Carsten Hansen vom norwegischen Flüchtlingsrat, sagte: "Wir müssen die bereits existierende humanitäre Unterstützung und Entwicklungshilfe der EU in den Nachbarländern von Syrien aufrechterhalten."


Die Christdemokratin Eleni Theocharous aus Zypern sprach sich für eine Öffnung der Region aus. "Andernfalls werden wir erleben, dass es in Syrien nur noch Menschen geben wird, die sich gegenseitig versuchen, das Leben zu nehmen." Sie betonte jedoch, dass es für südeuropäische Länder schwierig sei, mehr Flüchtlinge aufzunehmen.


Der spanische Sozialdemokrat Enrique Guerrero Salom sagte: "Wenn Deutschland so viele Flüchtlinge aufnehmen würde wie der Libanon proportional zu seiner Landesgröße, müsste es 16 Millionen Flüchtlinge aufnehmen."


Heidi Hautala (Grünen/EFA) aus Finnland fügte hinzu: "Wir empfinden tiefe Scham, wenn wir uns vor Augen führen, dass nur sehr wenige Flüchtlinge von der EU aufgenommen wurden."