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Viren, Trojaner, Würmer,... Wir erklären, was unter diesen Cyber-Bedrohungen zu verstehen ist 

Informationssysteme, grundlegende Netze und Dienste wie die Luftverkehrskontrolle und Stromversorgung können durch Cyber-Angriffe beschädigt werden. Die EU hat sich nun auf die ersten EU-weiten Vorschriften zur Cyber-Sicherheit geeinigt, um die Widerstandsfähigkeit gegen Cyber-Angriffe zu verbessern. Das Parlament hat diese Vorschriften am Mittwoch (6.7.) angenommen. Unsere Infografik erklärt, was hinter den Cyber-Bedrohungen steckt.

Am Mittwoch haben die EU-Abgeordneten die Richtlinie zur Netz- und Informationssicherheit (NIS-Richtlinie) gebilligt. Diese zielt darauf ab, die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten bei der Cyber-Sicherheit zu fördern.


Die Richtlinie listet Bereiche auf, in denen wichtige Dienstleister gewährleisten müssen, dass sie Cyber-Angriffen erfolgreich standhalten können. Hierzu zählen beispielsweise "kritische" Dienste im Energie-, Verkehrs- und Bankenbereich. Des Weiteren werden diese Firmen dazu verpflichtet, die nationalen Behörden über ernsthafte Sicherheitsvorfälle in Kenntnis zu setzen. Digital-Dienstleister wie Amazon oder Google müssten größere Angriffe den nationalen Behörden ebenfalls melden.


Unsere digitalisierte Gesellschaft ist mehr und mehr von elektronischen Netzen und Informationssystemen abhängig. Gleichzeitig nehmen Online-Betrug und Cyber-Attacken zu. Ob es sich nun um Identitätsdiebstahl, gefälschte Banken-Websites, Industriespionage oder Denial-of-Service-Angriffe, die einen Server mit so großen Datenmengen überfluten bis er auf weitere Anfragen nicht mehr antworten kann, handelt, die Bedrohungen sind allgegenwärtig. Mögliche Opfer sind Bürger, Unternehmen und öffentliche Behörden.


Nach Angaben des Direktors der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA), Udo Helmbrecht, führten technische Ausfälle und Angriffe auf Informationssysteme zu jährlichen Verlusten zwischen 260 und 340 Milliarden Euro.


Laut einer im Februar 2015 veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage äußern die EU-Bürger große Besorgnis über das Thema Cyber-Sicherheit: 89 Prozent aller Internetnutzer geben an, die Angabe persönlicher Informationen im Internet zu vermeiden. 85 Prozent sind der Meinung, dass das Risiko, Opfer von Internetkriminalität zu werden, ansteigt.


Jeden Tag sind mehr als 150 000 Viren und andere Schadcodes in Umlauf.


Unsere Infografik erklärt die bedeutendsten Cyber-Bedrohungen.