Reduktion von CO2-Emissionen: EU-Klimaziele und Maßnahmen  

 
 

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Das EP engagiert sich für den Klimaschutz ©AP Images/European Union-EP 

Welche Maßnahmen ergreift die EU, um ihre Ziele zur Verringerung der CO2-Emissionen in verschiedenen Sektoren zu erreichen? Lesen Sie hier, was die EU zur Bekämpfung des Klimawandels tut.

Um dem gefährlichen Klimawandel entgegenzuwirken, hat sich die EU im Rahmen des Pariser Abkommens verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 40 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu senken.

Im November 2018 legte die Europäische Kommission eine langfristige Strategie für die EU vor, um bis 2050 eine klimaneutrale Wirtschaft zu erreichen, einschließlich acht möglicher Szenarien („Pfade“). Im Vorfeld einer Tagung des Europäischen Rates im Mai, auf der die Staats- und Regierungschefs der EU die Strategie voraussichtlich annehmen werden, verabschiedete das Europäische Parlament am 14. März 2019 eine Entschließung, in der es seine Empfehlungen darlegt. Die Abgeordneten forderten die Staats- und Regierungschefs auf, das Anspruchsniveau der Zielvorgaben für 2030 anzuheben, und bekräftigten seinen Standpunkt, dass mindestens 35 Prozent der Mittel des EU-Forschungsprogramms „Horizont Europa“ für Klimaschutzziele verwendet werden sollen.

Sehen Sie in unserer Infografik, welche Fortschritte die EU dabei erzielt


Die EU hat zur Umsetzung ihrer Klimaziele eine Reihe ambitionierter Rechtsvorschriften auf den Weg gebracht.


Das EU-Emissionshandelssystem für die Industrie


Das Emissionshandelssystem der EU (EU-EHS) zielt darauf ab, die CO2-Emissionen der Industrie zu reduzieren, indem Unternehmen dazu verpflichtet werden, für jede emittierte Tonne CO2 eine Berechtigung (in Form von Emissionszertifikaten) zu besitzen. Unternehmen müssen diese Zertifikate über Auktionen kaufen. Es werden Anreize geschaffen, um die Innovation im Industriesektor anzukurbeln.


Der EU-Emissionshandel ist der weltweit erste bedeutende und bislang größte Kohlenstoffmarkt. Er reguliert rund 45 Prozent des gesamten Treibhausgasausstoßes und deckt rund 11.000 Kraftwerke und industrielle Fertigungsanlagen in der EU ab. Ziel ist die Reduktion der Emissionen um 43 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005. 


Erfahren Sie hier mehr über die Reform des EU-Emissionshandelssystems

Wie man den Treibhausgasausstoß anderer Verursachergruppen senken will 


Sektoren, die nicht vom EU-Emissionshandel abgedeckt werden, etwa Verkehr, Landwirtschaft, Gebäude und Abfallwirtschaft, sind für fast 60 Prozent der Gesamtemissionen in der EU verantwortlich. Emissionen dieser sogenannten Nicht-EHS-Sektoren sollen bis 2030 um 30 Prozent im Vergleich zu 2005 gesenkt werden. Dies geschieht über vereinbarte nationale Emissionsziele, die auf der Basis des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Kopf errechnet werden. Einkommensschwächere EU-Länder werden unterstützt.


Erfahren Sie hier mehr über die nationalen Ziele der Mitgliedstaaten


Aufforstung gegen den Klimawandel


Die Wälder der EU absorbieren pro Jahr das Äquivalent von 10,9 Prozent der gesamten EU-Treibhausgasemissionen. Diese Kraft will die EU gegen den Klimawandel einsetzen.

Neue Gesetze zielen darauf ab, Emissionen, die durch Abholzung entstehen, zu vermeiden. Jedes EU-Land wird dazu verpflichtet, Landnutzungsänderungen, die zu CO2-Emissionen führen, durch eine verbesserte Bewirtschaftung seiner Wälder oder Aufforstung zu kompensieren.


Sehen Sie in unserer Infografik, wie die EU Wälder zum Klimaschutz nutzen will

Senkung von Fahrzeugemissionen

15 Prozent der CO2-Emissionen in der EU werden von Autos und Kleintransportern verursacht. Die EU arbeitet nun an einem Gesetz zur Verschärfung der Emissionsvorschriften für Autos. Das EU-Parlament fordert auch Maßnahmen, um den Wechsel auf Elektro- und Hybridfahrzeuge zu erleichtern.

Erfahren Sie mehr über die neuen CO2-Ziele für Autos