Zukunft von Erasmus+: Mehr Möglichkeiten 

 
 

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Höheres Budget, mehr Möglichkeiten für Menschen aus benachteiligten Verhältnissen. Das EU-Parlament hat neue Prioritäten für das kommende Erasmus+ Programm unterstützt.

Am 28. März hat das Europäische Parlament das kommende Erasmus+-Programm für 2021 bis 2027 angenommen.  

Die EU-Abgeordneten schlagen vor:

  • das Budget für den Zeitraum 2021-2027 zu verdreifachen,

  • die Teilnahme von Menschen mit geringeren Chancen zu fördern. (Die besondere Unterstützung sollte Sprachunterricht, administrative Unterstützung oder E-Learning-Möglichkeiten umfassen)

  • „Zentren für berufliche Exzellenz“ einzuführen (transnationale Plattformen, die eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung ermöglichen, damit in bestimmten Bereichen nützliche Fähigkeiten entwickelt werden können),

  • eine stärkere Kofinanzierung und Synergien mit anderen europäischen Programmen sicherzustellen.

Der endgültige Text muss mit dem Rat in der nächsten Wahlperiode ausgehandelt werden.

Am 13. März stimmte das Parlament zu, die weitere Finanzierung aller laufenden Erasmus+-Mobilitätsaktivitäten zu unterstützen, falls das Vereinigte Königreich die EU ungeregelt verlässt.

Was ist Erasmus+?

Erasmus+ ist das EU-Programm zur Unterstützung der Bereiche allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport in Europa. 1987 als Studentenaustauschprogramm gestartet, bietet es seit 2014 Möglichkeiten für Lehrer, Auszubildende und Freiwillige jeden Alters.

In den letzten 30 Jahren haben über neun Millionen Menschen am Erasmus+-Programm teilgenommen, und fast 800 000 Menschen haben allein im Jahr 2017 von dem Programm profitiert. Der geografische Geltungsbereich des Programms umfasst derzeit 33 Länder (alle 28 EU-Mitgliedstaaten sowie die Türkei, Nordmazedonien, Norwegen, Island und Liechtenstein) und steht Partnerländern auf der ganzen Welt offen.

Nach Angaben der Europäischen Kommission wird einem von drei Erasmus+-Praktikanten von dem Unternehmen, in dem sie eine Ausbildung absolviert haben, eine Stelle angeboten, und fünf Jahre nach dem Abschluss ist die Arbeitslosenquote junger Menschen, die im Ausland studiert oder eine Ausbildung absolviert haben, 23 Prozent niedriger als die ihrer „nicht mobilen“ Kollegen.

Wie kann man sich bewerben?

Erasmus+ bietet Möglichkeiten für Menschen und Organisationen aus der ganzen Welt. Je nachdem, für welchen Teil des Programms Sie sich bewerben möchten, können sich die Vorbereitungs- und Bewerbungsverfahren jedoch unterscheiden. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Kreatives Europa

Am 28. März billigte das Parlament auch die neuen Prioritäten für ein weiteres wichtiges Kulturprogramm der EU - „Kreatives Europa“. Im Mittelpunkt stehen die verstärkte Unterstützung der Mobilität von Künstlern, die bessere Nutzung digitaler Technologien und die Verbreitung von Werken.