Antidumping-Regeln der EU: Schutz gegen unlautere Handelspraktiken 

 
 

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Die EU-Abgeordneten möchten schärfere Antidumping-Vorschriften, um die europäischen Industrien und Arbeitsplätze vor Billigimporten zu schützen. Sehen Sie dazu unser Video.

Manchmal verkaufen ausländische Unternehmen, die Zugang zum EU-Markt haben wollen, ihre Produkte zu anormal niedrigen Preisen. Diese Preise sind niedriger als die Preise am Inlandsmarkt des Ausfuhrstaates. Dieses Dumping schadet europäischen Herstellern.

Dumpingpreise können das Ergebnis mangelnden Wettbewerbs im Exportland, starker staatlicher Eingriffe in den Produktionsprozess oder der Missachtung von internationalen Arbeits- und Umweltstandards sein.

Die EU kann Antidumpingzölle erheben, um gedumpten Importen entgegenzuwirken.

Am 20. Juni hat der Ausschuss für internationalen Handel über eine Überarbeitung der Vorschriften, die regeln, wann und wie diese Zölle verhängt werden können, abgestimmt. Ziel ist, den Gegebenheiten des internationalen Handels (inkl. der WTO-Bestimmungen zum Handel zwischen China und dem Rest der Welt) besser Rechnung zu tragen. Nun werden die EU-Abgeordneten interinstitutionelle Verhandlungen mit dem Ministerrat und der Kommission aufnehmen, um sich auf einen endgültigen Text zu einigen, der dann vom EU-Parlament gebilligt werden muss.

"Es handelt sich hier nicht um Protektionismus, sondern um ein Instrument, das das Prinzip des freien Marktes und gerechtere Bedingungen miteinander verbindet", betont der Berichterstatter des Parlaments, Salvatore Cicu (EVP) aus Italien, in unserem Video.

China ist, nach den USA, der zweitgrößte Handelspartner der EU. Die EU ist Chinas größter Handelspartner.

Derzeit laufen mehr als 40 Antidumping- und Antisubventionsmaßnahmen der EU gegen marktverzerrende Stahlimporte aus Drittländern (die höchste Anzahl betrifft dabei Importe aus China).