Kinder und Jugendliche diskutieren die Zukunft Europas im Europäischen Parlament 

 
 

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Am Weltkindertag (20.11.) kamen Kinder und Jugendliche im Europäischen Parlament zusammen, um mit Experten in Sachen Kinderrechte über die Zukunft der EU zu diskutieren.

Zum Anlass des Weltkindertages organisierte die interfraktionelle Arbeitsgruppe Kinderrechte des Europäischen Parlaments unter der Schirmherrschaft von EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani gemeinsam mit UNICEF und Eurochild die Veranstaltung "The Europe We Want" (Das Europa, das wir wollen). Den Vorsitz der Veranstaltung führte die Ko-Vorsitzende der Arbeitsgruppe Anna Maria Corazza Bildt (EVP) aus Schweden.

Ziel der Veranstaltung war, die Kinder- und Jugendbeteiligung zu fördern und zu gewährleisten, dass aktuelle und zukünftige EU-Abgeordnete sich für die Durchsetzung von Kinderrechten engagieren. Während der Diskussionsrunde stellten junge Teilnehmer aus 15 verschiedenen Mitgliedstaaten ihre Fragen zu Themen wie Solidarität, Inklusion, Antidiskriminierung oder Frieden.

"Das Parlament setzt sich nachdrücklich für die Förderung der Kinderrechte ein. Mit unserer legislativen Arbeit schützen wir junge Menschen mit Behinderung und verhindern Gewalt gegen sie. Wir nehmen auch den Schutz der Kinder vor Internetkriminalität sehr ernst", betonte Parlamentspräsident Tajani in einer Videobotschaft, die auf der Veranstaltung eingespielt wurde.

Die EU-Abgeordnete Corazza Bildt sagte während der Veranstaltung: "Dies ist der Beginn eines Prozesses: Diskussionen fördern, Wissen fördern, Lernen fördern, euch zu bestärken, dass ihr mitbestimmen könnt, um den Entscheidungsprozess in Europa zu beeinflussen."

Sandie Blanchet, Leiterin des Brüsseler UNICEF-Büros für die Partnerschaft mit der EU, betonte, dass dem "Dialog zwischen jungen Menschen und Parlamentariern eine Schlüsselrolle zukomme." Sie argumentierte: "20 Prozent der EU-Bürger sind Kinder. Das sind 100 Millionen Kinder in Europa und sie alle sind extrem wichtig. Zwar gehen sie noch nicht wählen, aber das werden sie eines Tages."

Jana Hainsworth, Generalsekretärin von Eurochild, fügte hinzu: "Wir hoffen, dass dies ein Start von Seiten des Parlaments ist, von allen Entscheidungsträgern, auf Kinder zuzugehen, ihren Ansichten zuzuhören, und herauszufinden, wie wir sie bei der Ausschöpfung ihres Potenzials unterstützen können. Wie Kinder ihre Kindheit erleben, bestimmt unsere Zukunft."

Die interfraktionelle Arbeitsgruppe Kinderrechte des Europäischen Parlaments befasst sich mit dem Thema Kinderrechte und beurteilt die Auswirkungen legislativer und nichtlegislativer Arbeit auf Kinder. Ziel der Arbeitsgruppe ist, Kinderrechte zu fördern und sicherzustellen, dass die Interessen und das Wohl der Kinder bei internen und externen Angelegenheiten der EU berücksichtigt werden.