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Abgeordnete von EU und Mercosur besprechen Freihandelsabkommen und Finanzkrise

Andere Artikel - Delegationen17-05-2011 - 11:42
 
EU-Abgeordnete treffen lateinamerikanische Parlamentarier in Montevideo   EU-Abgeordnete treffen lateinamerikanische Parlamentarier in Montevideo

Vom 17. bis 19. Mai diskutieren EU-Abgeordnete mit ihren südamerikanischen Kollegen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Auch die Auswirkungen der Finanzkrise sind ein Thema der fünften gemeinsamen Parlamentarischen Versammlung (Eurolat) in der uruguayischen Hauptstadt Montevideo.


Im Mercosur, dem gemeinsamen Markt Südamerikas, leben mehr als 270 Millionen Menschen. Pro Jahr werden hier knapp drei Billionen US-Dollar erwirtschaftet, damit stellt der Mercosur den viertgrößten Handelsblock der Welt. Ein Freihandelsabkommen mit diesem boomenden Wirtschaftsraum wäre vor allem für EU-Exportnationen wie Deutschland interessant. Doch bisher verliefen die Verhandlungen ergebnislos.


Jose Ignacio Salafranca, spanischer EU-Abgeordneter der Europäischen Volkspartei und Vorsitzender der europäischen Delegation, zeigte sich im Vorfeld des Besuches jedoch optimistisch. "Ich sehe dieses Eurolat Treffen als ein Zeichen der gesunden beidseitigen Beziehungen. Wir kommen mit unterschiedlichen Vereinbarungen voran. Und das nicht nur während wirtschaftlich guter Zeiten für Europa, sondern auch während der aktuellen Finanzkrise, wo die EU-Mitgliedstaaten stagnieren und lateinamerikanische Staaten mit ihrem Wachstum die Weltwirtschaft anführen", erklärte er.


Einige EU-Staaten sind jedoch noch nicht von der Idee überzeugt, die europäischen Märkte für südamerikanische Agrarimporte zu öffnen, um im Gegenzug besseren Zugang zu den Mercosur-Märkten zu bekommen. Sie warnten davor, dass eine Zunahme der Lebensmittelimporte viele Produzenten in der EU vor Probleme stellen würden. Bereits 2004 waren die Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen an diesem Punkt gescheitert.


Neben Handelsvereinbarungen werden die Abgeordneten beider Seiten noch über Sicherheit und Verteidigung, Migration, die weltweite Finanzkrise und den Klimawandel sprechen.


Die drei ständigen Ausschüsse der gemeinsamen Parlamentarischen Versammlung diskutieren über Resolutionen zu drei Aspekten der Beziehungen zwischen EU und Lateinamerika: Handelsabkommen, politische Zusammenarbeit für Sicherheit und den Kampf gegen Drogenschmuggel sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen. Am 19. Mai wird das Plenum der gemeinsamen Parlamentarischen Versammlung über die Resolutionen abstimmen.

REF : 20110513STO19334
Aktualisiert am: ( 17-05-2011 - 15:16)