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2012: Das Europäische Jahr für aktives Altern

Andere Artikel - Institutionen13-01-2012 - 18:32
 
2012 ist das Europäische Jahr für aktives Altern   2012 ist das Europäische Jahr für aktives Altern

In einer alternden Gesellschaft steigen die Belastungen für die nachkommenden Generationen. Gegenseitiges Verständnis und Solidarität wird daher immer wichtiger, um den sozialen Frieden und Stabilität zur wahren. Das Europäische Jahr für aktives Altern und Generationen-Solidarität will auf dieses Problem hinweisen und älteren Menschen helfen, ihre Situation als Chance zu begreifen.


Europäer leben länger und gesünder als jemals zuvor. Gleichzeitig sinkt die Geburtenrate. Halten die Trends an, dann kommen im Jahre 2060 auf einen Rentner nur noch zwei Werktätige. Derzeit liegt das Verhältnis von Werktätigen und Rentnern noch bei 4:1.


Wenige Regionen weltweit sind stärker vom demografischen Wandel betroffen als Europa. Die arbeitende Bevölkerung schrumpft und die Zahl der über 60-Jährigen nimmt pro Jahr um 2 Millionen zu.


Altern als Chance?


Für viele Menschen wirkt diese Entwicklung bedrohlich. Wie sicher sind unsere Renten? Auch wird Altern oft gleichgesetzt mit Krankheit, Abhängigkeit, Ausgrenzung, Arbeitslosigkeit. Das Europäische Jahr soll helfen, diese Vorurteile zu überwinden. Altern soll auch als Chance begriffen werden.


Der deutsche Christdemokrat Martin Kastler arbeitet als Berichterstatter des EU-Parlaments am Thema. "Aktives Altern funktioniert nur in einer Gesellschaft, die auf Solidarität und Zusammenarbeit setzt", sagt er. In vielen Teilen der EU seien deshalb für die kommenden Monate Initiativen geplant, um älteren Menschen zu einem aktiveren Leben zu verhelfen und sie, etwa als freiwillige Helfer, besser in die Gesellschaft einzubinden.


Hilfe zur Selbsthilfe


In Bayern, erzählt Martin Kastler aus seiner Heimat, habe die Landesregierung gemeinsam mit Sportvereinen eine Initiative für altersgerechte Sportclubs gestartet. Und eine der größten Sozialeinrichtungen Europas betreibe nun ein Projekt, um dementen Menschen ein unabhängiges Leben zu ermöglichen.


Anders als ursprünglich von der EU-Kommission vorgeschlagen, beharrte da EU-Parlament darauf, sich während des Europäischen Jahres nicht nur auf die Integration älterer Menschen ins Arbeitsleben zu konzentrieren. "Unser Ansatz war umfassender - und der EU-Rat folgte unserem Vorschlag", sagt Kastler.


Gemeinsam mit Kollegen gründete Kastler deshalb eine interparlamentarische Initiative für ein europaweites Programm "Senioren in Aktion", das ältere Menschen zu grenzübergreifendem Austausch und mehr Mobilität verhelfen soll.


Europäisches Jahr


Seit 1983 rückt die EU jedes Jahr ein Schwerpunktthema in das öffentliche Interesse. Das Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen startet am 18. Januar offiziell mit einer von der dänischen Ratspräsidentschaft organisierten Zeremonie. Das Jahr 2011 war der Freiwilligentätigkeit gewidmet. Für 2013 schlägt die EU-Kommission ein Jahr der Bürgerinnen und Bürger vor.

REF : 20120106STO34946
 
 
   
Demografischer Wandel in Europa
 

Anteil von Menschen über 65 Jahre: 13.7 % (1990) → 17.4 % (2010) Anteil von Menschen über 65 Jahre: 30 % (Schätzung für 2060) Anteil von Menschen über 80 Jahre: steigt voraussichtlich um das 4-fache