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MEP McAvan: Kein Verbot von E-Zigaretten, aber bessere gesetzliche Regelungen

Andere Artikel - Gesundheitswesen14-05-2013 - 13:22
 

Elektrische Zigaretten sollen Rauchern eine gesündere Alternative bieten. Aber sind E-Zigaretten ungefährlich? Und sollten sie den Regeln für Tabakwaren oder den Auflagen für Medizinprodukte entsprechen? EU-Abgeordnete hatten am 7. Mai Experten zu einer Diskussion über die Reform der EU-Richtlinie ins Europaparlament eingeladen.


E-Zigaretten sind nicht so ungesund wie echte Zigaretten, gesund sind sie deshalb aber nicht. Doch wie soll der Gesetzgeber mit den neuen Produkten umgehen? Während die EU-Kommission und die Weltgesundheitsorganisation vorschlagen, E-Zigaretten so streng wie Medikamente zu regulieren, fordert die Industrie eine Einstufung der neuen Produkte als Tabakwaren, analog zu herkömmlichen Zigaretten.


Kein Verbot, aber klare Regeln


Der deutsche Christdemokrat Peter Liese verweist auf die Gefahren von E-Zigaretten, besonders wenn "sie nicht richtig hergestellt werden. Deshalb können wir sie nicht unreguliert lassen.


"Es gehe aber keineswegs um ein Verbot von E-Zigaretten, stellt die parlamentarische Berichterstatterin Linda McAvan (GB, S&D) fest: "Für viele Menschen ist das ein sehr emotionales Thema, aber wir als EU-Abgeordnete sind hier, um die bestmögliche Reglementierung für diese Produkte zu erstellen, nicht um sie zu verbieten."


Befürworter: Nikotin ohne Tabakrauch


Nikotin ist legal. E-Zigaretten bieten Rauchern, die nicht auf ihre tägliche Dosis Nikotin verzichten wollen, eine echte Alternative. Die Menge an Giftstoffen im Rauch einer klassischen Zigarette ist wesentlich höher als in einer E-Zigarette.  


Dr. Jean-Francois Etter von der medizinischen Fakultät der Universität Genf bestätigt dies. "E-Zigaretten sind deutlich sicherer als echte Zigaretten zu rauchen und es gibt Beweise dafür, dass E-Zigaretten Menschen helfen, mit dem Rauchen aufzuhören."


Gegner: Ungetestet und verführerisch


Das Image von Rauchern hat sich geändert. Ein Grund für diese Entwicklung ist auch das Wissen um die Gesundheitsgefahren des Rauchens. E-Zigaretten hingegen, befürchten Kritiker,  könnten junge Menschen zum Rauchen verführen. 


Auch seien die negativen Folgen des Tabakrauchs über Jahrzehnte studiert worden.


Für E-Zigaretten liegen solche langfristigen Untersuchungen nicht vor, kritisiert etwa Roberto Bertolini von der EU-Vertretung der Weltgesundheitsorganisation WHO: "Es gibt keine Studien, die beweisen, dass es keine langfristigen Auswirkungen geben wird."


Auch dürfe man nicht die Folgen der Vergangenheit wiederholen und E-Zigaretten zu lange als ungefährlich ansehen, forderte Charlotte Pisinger, vom Forschungszentrum für Vorsorge und Gesundheit in Kopenhagen.

REF : 20130508STO08085
Aktualisiert am: ( 15-05-2013 - 18:06)