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Online-Datenschutz: NSA-Enthüllungen lösten hitzige Debatte in Sozialen Netzwerken aus

Plenartagung Artikel - Grundrechte09-10-2013 - 19:55
 
Magnifying glass on email symbol © BELGA_MONKEY   Wie diskutieren E-Bürger in sozialen Netzwerken über die NSA-Spionage? © BELGA_MONKEY

Ist die Überwachung der Internetkommunikation europäischer Bürger und Institutionen durch den US-Geheimdienst eine ernste Bedrohung oder ein legitimer Teil des Kampfes gegen der Terror? Nutzer der Plattformen des Europäischen Parlaments in diversen Sozialen Netzwerken sind geteilter Meinung. Das EU-Parlament untersucht die Vorfälle in öffentlichen Anhörungen. Hier einige Kommentare von EU-Bürgern.


Am Mittwochabend (9. Oktober) diskutieren die EU-Abgeordneten, ob das Swift-Abkommen ausgesetzt werden soll, nach Enthüllungen über weitreichende Internet-Spionage durch den US-Geheimdienst NSA. Der SWIFT-Vertrag regelt den Austausch von Bankdaten im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.

LinkedIn: Europa kann sich nicht alleine verteidigen

Auf der LinkedIn-Seite des Europaparlaments mahnten interessierte Bürger zur Vorsicht. Mogens sagte: "Die Wahrheit ist, wir Europäer können uns nicht selbst gegen Terroristen verteidigen, wenn wir keine Informationen au befreundeten Staaten erhalten." Martin fügte hinzu: “Staaten haben immer andere Staaten ausgespäht, sowohl Freunde als auch Feinde."

Twitter: Brauchen freies Internet

Auf Twitter überwog hingegen die Zahl der kritischen Kommentare, der Nutzer die mit dem Hashtag #EPInquiry die NSA-Anhörungen im EU-Parlament kommentierten.

Diani twitterte: "Wir brauchen ein freies Internet und freie Medien und müssen weg von proprietärer Software und der USA. Ausgleich von Privatsphäre und Sicherheit." Asteris meinte: "Es gibt einen großen Unterschied zwischen „Ausländer tracken“ und alle Ausländer überwachen. Das sollte ich keinem Bürger erklären müssen."

Facebook: USA misstrauen sich selbst

Auf der Facebook-Seite des Europaparlaments führte der Spionage-Vorwurf des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden ebenfalls zu kontroversen Diskussionen. Juan schrieb: "Sie spähen alles aus und jeden. Sie sind besessen von “Sicherheit”. Sie misstrauen sogar sich selbst!"

Andere hingegen stellten die Relevanz der Enthüllungen in Frage. Ilse kommentierte: "Darüber müssen wir uns Sorgen machen? Ich habe nichts zu verbergen, sollen sie doch spionieren. Wollten wir uns nicht eher um das radioaktive Leck in Japan sorgen, dass uns alle betreffen wird?"


Google+:
Auch im sozialen Netzwerk des Suchmaschinenbetreibers Google wurde kritisch kommentiert. Matt sagte: "Sind wir so naiv, dass wir glauben, nur die Amerikaner tun das?" Juho fügte hinzu: "Das sind furchtbare Nachrichten für die EU und die Union sollte definitiv reagieren."

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