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Flug verspätet oder gestrichen? Parlament stärkt Rechte von Fluggästen

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Schwarze Anzeigentafel im Flughafen   Ankunft am Flughafen: Der erste Blick auf die Abflugtafel zeigt, dass der Flug gestrichen ist ©BELGA/EASYFOTOSTOCK

Über Weihnachten und Neujahr zu verreisen, kann zur Tragödie werden. Die Flugzeuge sind voll, die Tickets teuer und das Wetter ist schlecht. Doch Fluggäste haben Rechte, wenn ihr Flug ausfällt oder verspätet ist. Am Dienstag (17. Dezember) hat der Verkehrsausschuss dafür gestimmt, die Rechte von Fluggästen zu stärken. Das sind die Vorschläge der EU-Abgeordneten.


Die Entschädigungen bei Verspätungen sind abhängig von der Länge der Flugstrecke. Die Tabelle zeigt die Entschädigungen, die Passagiere im Moment erhalten und die Vorschläge der EU-Abgeordneten.


Momentane Situation

Vorschlag der EU-Abgeordneten

1,500 oder weniger km - €250 Entschädigung

2,500 oder weniger km - €300 Entschädigung

über 1,500 km - €400 Entschädigung

6,000 km oder weniger - €400 Entschädigung

über 3,500 km - €600 Entschädigung

über 6,000 km - €600 Entschädigung


Ist Ihr Flug mehr als fünf Stunden verspätet, dürfen Sie dem Vorschlag zufolge entscheiden, ob Sie Ihre Reise fortsetzen wollen. Sollte das nicht der Fall sein, muss die Fluggesellschaft Ihr Flugticket zurückerstatten und Sie zu dem Ort zurückfliegen, an dem Sie ihre Reise gestartet haben. Bei Verspätungen zwischen zwei und vier Stunden haben Sie einen Anspruch auf Verpflegung, freie Anrufe und wenn nötig eine Übernachtungsmöglichkeit.


Infopunkte mit kompetenten Mitarbeitern


Im Moment dürfen Passagiere erst nach einer Wartezeit von fünf Stunden auf dem Rollfeld das Flugzeug verlassen. EU-Abgeordneten setzen sich jedoch dafür ein, dass Fluggäste bereits nach drei Stunden das Flugzeug verlassen dürfen.


Außerdem sollen die Fluggesellschaften Infopunkte in den Flughäfen einrichten, an denen kompetente Mitarbeiter die Passagiere von verspäteten Flügen informieren und unterstützen.


Ausnahmefälle, in denen Fluglinien keine Entschädigungen zahlen müssen, sollen begrenzt werden. Nur in klar definierten Situationen, ohne Verschulden der Fluggesellschaft, sollen keine Entschädigungen gezahlt werden müssen. Das könnten zum Beispiel schlechte Wetterbedingungen sein.


Die EU-Abgeordneten werden nun mit den Vertretern der EU-Staaten im Ministerrat über die neuen Regeln verhandeln. Die Abstimmung im Plenum ist für Februar 2014 geplant.  


Mehr zu den neuen Rechten für Fluggäste finden Sie in der Pressemitteilung, die Sie über einen Link rechts oberhalb dieses Textes aufrufen können.

REF : 20131218STO31314