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Pauschalreisen: EU-Richtlinie soll Verbraucher auch bei Internetbuchungen schützen

Andere Artikel - Tourismus11-03-2014 - 12:20
 
Interview with Hans-Peter Mayer   Interview mit dem deutschen EU-Abgeordneten Hans-Peter Mayer (EVP)

Anstatt ins Reisebüro zu gehen, buchen immer mehr Menschen ihren Urlaub im Internet. Sie kombinieren Angebote verschiedener Anbieter und wählen seltener eine Pauschalreise. Um die Probleme, die mit Internetbuchungen verbunden sind, gesetzlich zu regeln, debattiert das Plenum den Vorschlag für eine Richtlinie zu Pauschal- und Bausteinreisen des deutschen Berichterstatters Hans-Peter Mayer (EVP) am Dienstag (11.3.) ab 15 Uhr und stimmt darüber am Mittwoch (12.3.) ab 12 Uhr ab.


Onlinereservierungen sind bequem, bergen aber auch Risiken. Wie wollen sie Verbraucher in Zukunft entschädigen, wenn sie mit der Qualität der Dienstleistungen nicht zufrieden sind?


Die Richtlinie, die im Moment gilt, kommt aus einer Zeit, in der das Internet noch nicht existierte. In dem Vorschlag für die neue Richtlinie werden auch Internetbuchungen berücksichtigt.


Verbraucher müssen eine Telefonnummer erhalten, die sie in Notfällen anrufen können - auch außerhalb der EU.


Pauschalreisen oder damit verbundene Reisebuchungen sollten voll gegen Insolvenz geschützt sein. In außergewöhnlichen Umständen wie zum Beispiel einem Vulkanausbruch haben Verbraucher das Recht, bis zu fünf Nächte für 125 Euro pro Nacht in einem Hotel zu übernachten. Das muss von den Veranstaltern übernommen werden.


Verbraucher sind auch gegen Preisänderungen geschützt. Wenn die Preise mehr als 8 Prozent ansteigen, hat der Verbraucher das Recht, das Angebot abzulehnen oder der Organisator muss ihm eine ähnliche Reise zum gleichen Preis anbieten. Das ist mehr als im ursprünglichen Vorschlag der Kommission vorgesehen war.


Das Gleiche gilt für signifikante Änderungen bei Pauschalreisen, zum Beispiel wenn man ein anderes Hotel erhält. Die Regeln dafür sind sehr detailliert.  


Die EU ist das beliebteste Reiseziel in der Welt. Das macht den Tourismus zu einem wichtigen Wirtschaftszweig. Welchen Einfluss hat die neue Richtlinie auf die Tourismusbranche?


Alle unsere Entscheidungen sind ausgewogen. Die Verbraucher haben das Recht, informiert zu werden und Organisatoren und Händler wissen genau, welche Informationen sie bereithalten müssen und welche Pflichten und Rechte sie haben.


Die Reiseveranstalter haben positiv reagiert. Denn sie wollen einen exzellenten Service anbieten, damit die Verbraucher am Ende zufrieden sind.  


Das Interview wurde am 12. Februar 2014 veröffentlicht.

REF : 20140212STO35702