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Social Media & die Europawahl: Von der virtuellen Kampagne zum realen Einfluss

Andere Artikel - Institutionen03-06-2014 - 18:23
 
Europpawahl live aus dem Presszentrum in Brüssel   #EP2014: die Europpawahl live aus dem Presszentrum in Brüssel

Welche Bedeutung hatte die Diskussion in sozialen Medien für die Europawahl 2014? Noch liegen keine Studien vor, doch ohne Zweifel waren die Europawahlen 2014 auch in der virtuellen Welt ein Thema. Unser Artikel erklärt einige Aktivitäten rund um #EP2014.


Erstwähler sind keine Schafe


Soziale Medien werden vor allem von jungen Europäern intensive genutzt. Da die Wahlbeteiligung aber besonders unter Erstwählern relativ niedrig ist, lag ein Schwerpunkt der Informations-Kampagne des Europäischen Parlaments auf sozialen Netzwerken und jungen Europäern. Erstwählern, deren Wahlbeteiligung unter dem allgemeinen Durchschnitt liegt.


Ein Video, das einen Jugendlichen auf dem abenteuerlichen Weg zur Wahlurne zeigt, wurde auf YouTube und Facebook mehr als 2,5 Millionen Mal angeklickt. Das offizielle Wahlvideo des Europaparlaments erreichte gar rund 11 Millionen Zuschauer.


Ein Million Tweets und mehr


Europaweit waren die Wahlen auch auf Twitter ein Thema. Mehr als eine Millionen Mal wurde #EP2014, der Hashtag zur Europawahl,in der Woche vom 19.05. bis zum 25.05. verwendet.


Ein vom Webteam des Europäischen Parlaments entwickelter Twitter-Monitor erlaubte Nutzern, die Debatte in Echtzeit online zu verfolgen. Dieses Twitter-Dashboard wurde im Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Brüssel projiziert und online am Wahlabend (25.Mai) mehr als 15.000 Mal aufgerufen.


Erstmals verwendete Twitter auch Wahlbanner, die Nutzer der Mobilvariante des Kurznachrichtendienstes über die anstehende Wahl informierten. Nicht gezeigt wurde die Nachricht nur in Großbritannien und den Niederlanden.


Jeder Fünfte potenzielle Wähler via Facebook angesprochen


Eine ähnliche Initiative startete auch Facebook. Die "I voted"-Applikation wurde bereits 2008 während der U-Präsidentschaftswahlen verwendet. Mit einem Klick können Wähler in ihrem Facebook-Profil für Demokratie werben und Freunde und Verwandte zur Wahl einladen. Vor und während der Europawahl wurde diese Botschaft mehr als 2,7 Millionen Mal geteilt. Damit wurde jeder fünfte potenzielle Wähler in der EU erreicht (88,1 Millionen Menschen).


Für das beliebteste soziale Netzwerk in Europa entwickelte auch das EU-Parlament zwei Applikationen. Mit der “Ich bin ein Wähler”-Applikation konnten Facebook-Nutzer virtuelle Ballons an Freunde versenden und so für die Wahlen werben. Die längste Ballonreise spannte sich 261.404 km und damit mehr als fünf Mal um den Erdball.


Der Geschmack Europas


Mit “Taste of Europe”, einer weiteren Facebook-Anwendung des Europäischen Parlaments, konnten die Facebook-Fans des Parlaments ihr europäisches Lieblingsgericht auswählen. Rund 20.000 Stimmen entfielen auf den bulgarischen Shopska-Salat, der damit vor der litauischen Rote Beete-Suppe zum beliebtesten europäischen Gericht wurde.


Und der Suchmaschinenbetreiber Google verwandelte den berühmten Doodle, eine kleine Grafik über dem Suchfenster, in eine blaue Wahlurne mit gelben EU-Sternen.

REF : 20140603STO48801
Aktualisiert am: ( 05-06-2014 - 15:57)