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Anhörung zu Gleichstellung von Frauen und Männern

Andere Artikel - Rechte der Frau/Chancengleichheit14-10-2014 - 16:45
 
Personen vor Mikrofonen   Von links nach rechts: Genoveva Tisheva, Geschäftsführerin der bulgarischen Forschungsgemeinschaft zur Gleichstellung und Claudia Menne, Bundessekretariat des Europäischen Gewerkschaftsbunds

Wie steht es um die Gleichstellung von Frauen und Männern in Europa? Darüber diskutierten Experten am Montag (13.10.) bei einer Anhörung im Ausschuss für Frauenrechte und Gleichstellung. Der belgischen Sozialdemokraten Marc Tarabella wird einen Bericht zu den Fortschritten in der Gleichstellungspolitik anfertigen. Darüber hinaus debattierten die Abgeordneten den Initiativbericht zur EU-Gleichstellungsstrategie nach 2015 der deutschen Abgeordneten Maria Noichl (S&D).


Jedes Jahr verabschiedet der Ausschuss für Frauenrechte und Gleichstellung einen Bericht über Fortschritte bei der Gleichstellungspolitik in der EU. "Wir wollen einen Bericht, der sich auf das konzentriert, was wir bereits erreicht haben. Nichtsdestotrotz sollen darin auch die Bedenken einen Platz finden, die wir bei der Gleichstellung noch haben", sagte Tarabella in seiner Eröffnungsrede.


Gewalt gegen Frauen


Der Geschäftsführer der bulgarischen Forschungsgemeinschaft zu Gleichberechtigung und Experte für Gewalt gegen Frauen Genoveva Tisheva stellte verschiedene Probleme wie soziale Ausgrenzung, Menschenhandeln und Gewalt gegen Migrantinnen dar. Mitgliedstaaten übernähmen keine Verantwortung übernähmen, wenn ihre Bürger zu Opfern würden. Außerdem rief er dazu auf, besser zu kontrollieren, wofür die Mittel für Gewalt aufgrund von Geschlechtszugehörigkeit ausgegeben würden. Sie würden oft nicht korrekt eingesetzt.

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Claudia Menne vom Bundessekretariat des Europäischen Gewerkschaftsbundes sagte, dass Gender Mainstreaming ein starkes Konzept sein könne, es aber bei der Bekämpfung der Wirtschaftskrise größtenteils keine Rolle spiele.


EU-Gleichstellungsstrategie 2015-2020


Maria Noichl möchte mit ihrem Initiativbericht Inhalte für die EU-Gleichstellungsstrategie 2015-2020 der Kommission liefern. Vor dem Austausch mit ihren Kollegen zu diesem Thema sagte sie: "Der Initiativbericht ist eine Chance für das Parlament, Vorschläge an die neue Kommission heranzutragen, wie man in den kommenden fünf Jahren die Themen Gewalt gegen Frauen, die Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt und Diskriminierung angehen könne."

REF : 20141013STO73808
Aktualisiert am: ( 15-10-2014 - 11:21)