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Fünf Europäische Bürgerpreise für Projekte in Deutschland

Ihr Land im Fokus - Institutionen − Deutschland − 04-12-2014 - 10:55
 

Das Europäische Parlament zeichnet fünf Projekte und Bürger aus Deutschland mit dem Europäischen Bürgerpreis aus. Mit dem Preis ehrt das Europäische Parlament seit 2008 Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderer Art und Weise um europäische Verständigung, grenzüberschreitende Projekte oder eine engere Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten verdient gemacht haben. In diesem Jahr werden europaweit 47 Projekte und Einzelpersonen mit dem Europäischen Bürgerpreis geehrt.


Aus Deutschland werden geehrt: die Europäische Gesellschaft für Politik, Kultur, Soziales e.V. Diaphania aus Stuttgart, Werner Hohlbein aus dem niedersächsischen Seelze für das Projekt "Wir sitzen alle in einem Boot für mehr Toleranz", Erika Körner-Metz und Gisela Berninger aus Schechen (Bayern) für das Projekt "Panta Rhei - Komm mit", der Verein Demokratisches Ostvorpommern - Verein für politische Kultur aus Anklam sowie Marianne Lück aus Püttlingen im Saarland für ihr Engagement, Jugendliche im Rahmen eines europaweiten Austauschprogramms zusammen zu bringen.


Die Projekte und Einzelpersonen erhalten ihren Bürgerpreis in Form einer Bürgerpreis-Medaille und werden zudem zu Beginn des neuen Jahres zu einer zentralen Feier ins Europäische Parlament nach Brüssel eingeladen.


Die Projekte im Einzelnen:


Die Europäische Gesellschaft für Politik, Kultur, Soziales e.V. Diaphania fördert das gegenseitige Verständnis zwischen den Menschen verschiedener Länder und organisiert dafür innovative Projekte besonders in den Bereichen von Kunst und Kultur. Ein besonderes Anliegen des Vereins ist die Integration von Menschen mit Behinderung. Diaphania kooperiert dafür mit anderen Vereinen und europäischen Vereinigungen. Jedes Jahr veranstaltet der Verein zudem die Verleihung des Integrations-Preises von Heilbronn sowie eine Neujahrs-Feier mit befreundeten Organisationen.



Als im Jahr 2006 die Veröffentlichung der "Mohamed Karikaturen" in Dänemark zu einer Reihe von religiös motivierten Aggressionen führten, wollten Werner Hohlbein und seine Mitstreiter eine Gegenreaktion für Toleranz und Friedfertigkeit verwirklichen: das Projekt "Wir sitzen alle in einem Boot für mehr Toleranz" wurde geboren und aus diesem ein jährliches Drachenboot-Rennen organisiert. So sollen Gräben überwunden und Brücken gebildet werden zwischen den verschiedenen Kulturen und Religionen. Jährliche kommen Teilnehmer aus der ganzen Welt zusammen, um sich im Drachenboot-Wettkampf friedlich zu messen und sich dabei näher zu kommen. Rund um den sportlichen Wettkampf werden Diskussionsrunden und Seminare organisiert. Rund 400 Menschen aus aller Welt kommen so jährlich in Hannover zusammen, im Jahr 2015 dann schon zum zehnten Mal.


Jugend und Kunst - auf diese Pfeiler ruht das Engagement für Europäische Integration von Erika Körner-Metz und Gisela Berninger aus dem bayerischen Schechen. Zusammen mit der russischen Künstlerin Ekaterina Zacharova haben sie das Projekt "Panta Rhei - Komm' mit" initiiert, an dem mittlerweile elf Schulen teilnehmen. Ausgehend von der Bildenden Kunst entdecken Schülerinnen und Schüler die Vielfalt Europas und werden animiert, sich ihr Bild von Europa zu machen. In Gesprächsrunden und Diskussionen - unter anderem auch mit Europa-Abgeordneten - lernen sie so die Vielfalt Europas kennen.



Der Verein Demokratisches Ostvorpommern für politische Kultur entstand im Jahr 2012 als Gegenreaktion auf ein "Presse-Festival" einer Zeitschrift der rechtsextremen NPD. Tausende von Menschen bildeten eine Kette, um friedvoll aber entschlossen gegen Fremdenfeindlichkeit zu protestieren. Ausgehend von dieser erfolgreichen Aktion stellte man sich auch anderen, zumeist lokalen Aktionen rechtsradikaler und fremdenfeindlicher Gruppierungen in der Region entgegen. Der Verein und seine vielfältigen Aktionen zeigen somit, wie die Werte der Europäischen Grundrechtecharta ganz praktisch gelebt werden können, um Minderheiten zu schützen und Rassismus zu bekämpfen.



Seit dem Jahr 1996 schon organisiert Marianne Lück aus Püttlingen im Saarland europäische Jugendaustausche, an denen mittlerweile mehr als 70 junge Menschen aus Polen, der Tschechischen Republik, Italien, Ungarn und Frankreich teilgenommen haben. Die jungen Menschen erleben so unmittelbar die Bedeutung der Europäischen Integration und tragen dazu bei, das Miteinander und das gegenseitige Verständnis in Europa zu stärken.

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