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Parlament könnte Kommissionsvorschlag für großzügigere Abgastests ablehnen

Plenartagung Pressemitteilung - Umwelt / Gesundheitswesen18-01-2016 - 16:26
 

Heute Abend um ca. 18:30 Uhr diskutieren die Abgeordneten über einen Vorschlag der Kommission, eine Überschreitung der Stickoxid-Grenzwerte von Dieselfahrzeugen von bis zu 110% zu erlauben, wenn die Abgastests unter realen Fahrbedingungen (Real Driving Emission Tests – RDE) eingeführt werden. Laut Umweltausschuss des Parlaments untergräbt dies die Durchsetzung der existierenden EU-Umweltstandards. Das Plenum solle deshalb den Vorschlag ablehnen. Abgestimmt wird auf der nächsten Plenarsitzung.


Als Teil des Maßnahmenpakets für das langerwartete RDE-Testverfahren, das am 28. Oktober vom zuständigen technischen Ausschuss „Kraftfahrzeuge“ (TCMV), verabschiedet wurde, hatte die EU-Kommission die Anhebung der NOx-Grenzwerte um 110% vorgeschlagen. Der Ausschuss setzt sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammen.


Das RDE-Verfahren soll die Abgastests realistischer gestalten, indem die Schadstoffemissionen mit transportablen Emissionsmesseinrichtungen (portable emission measuring systems, PEMS), die am Fahrzeug befestigt werden, gemessen werden sollen. Die bisher angewandten Laborverfahren haben Manipulationen ermöglicht, wodurch die Autohersteller ihre Fahrzeuge als umweltfreundlicher anpreisen konnten, als sie es in Wirklichkeit waren.



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REF : 20160115IPR10036
 
 
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