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Angriffe gegen Frauen: MEPs fordern schonungslose Aufklärung

Plenartagung Pressemitteilung - Rechte der Frau/Chancengleichheit04-02-2016 - 11:29
 

Die EU-Abgeordneten disukutierten Mittwoch Abend mit EU Kommissarin Corina Cretu über sexuelle Übergriffe und Gewalt gegen Frauen im öffentlichen Raum. Alles müsse unternommen werden, um die Täter ausfindig zu machen und sie der Justiz zu überantworten, egal woher sie kommen.


Einige Abgeordnete wiesen allerdings auch darauf hin, dass Gewalt gegen Frauen kein neues Phänomen in der EU sei und nicht unbedingt von außen "importiert".


Sie erneuerten ihre Forderung nach einer EU Richtlinie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, entsprechend einer bereits 2014 vom Parlament verabschiedeten Entschließung. Es hätte in der EU kaum Fortschritte bei der Eindämmung von Gewalt gegen Frauen gegeben, meinten die Abgeordneten und riefen 16 säumige Mitgliedsstaaten auf, die Konvention von Istanbul ehestmöglich zu ratifizieren.


Mehr sollte auch zur Integration durch Erziehung von Migranten getan werden, umgekehrt jedoch müsste jeder unabhängig von seiner kulturellen Herkunft europäische Werte respektieren.


Die Videoaufnahme der vollständigen Debatte auf EP Live und EbS+ (Link auf der rechten Seite)


Hintergrundinformationen


Im Februar 2014 hatte das Parlament in einer legislativen Entschließung die Kommission aufgefordert, noch vor Jahresende ein Gesetz mit rechtsverbindlichen Instrumenten zum Schutz der Frauen vor Gewalt vorzulegen.

 

Im Mai 2014 hat die vorherige Kommission auf Anfrage des Parlaments geantwortet, dass sie es nicht für angebracht hält, einen Gesetzesvorschlag zur Vorbeugung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen vorzulegen.

 

Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2014 der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) sind ein Drittel aller Frauen in der EU ab einem Alter von 15 Jahren - ungefähr 62 Millionen - Opfer physischer und/oder sexueller Gewalt geworden.

 

 

REF : 20160129IPR11946
Aktualisiert am: ( 04-02-2016 - 11:43)
 
 
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