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Jahresbericht 2014: Plenum debattiert mit EZB-Chef Mario Draghi

Andere Artikel - Wirtschaft und Währung01-02-2016 - 16:40
 
The ECB building in Frankfurt ©AP Images/ European Union-EP   Das Gebäude der Europäischen Zentralbank in Frankfurt ©AP Images/ European Union-EP

Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, präsentiert am Montag (1.2.) im EU-Parlament in Straßburg seinen Jahresbericht für 2014. Im Anschluss debattiert er mit den EU-Abgeordneten über Finanzindikatoren des Euroraums: geringe Inflationsraten und das "Quantitative Easing"-Programm der EZB, um die Wirtschaft anzukurbeln. Sie können die Debatte live auf unserer Website verfolgen.


Waren die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) erfolgreich? Die EZB werde möglicherweise ab März ihre Vorgehensweise ändern. Dies verkündete der EZB-Chef am 21. Januar in Frankfurt auf einer Pressekonferenz. Mario Draghi spricht nun vor dem EU-Parlament, um mit den EU-Abgeordneten über die bisherige und künftige Geldpolitik zu debattieren.


Im März 2015 hat die EZB ihr Ankaufprogramm ausgeweitet. Bis Ende September 2016 sollen monatlich für 60 Milliarden Euro Staats- und Unternehmensanleihen aus den Euro-Ländern aufgekauft werden. Das Programm wurde zu einem späteren Zeitpunkt bis März 2017 verlängert.


Bekannt ist dieses Programm auch unter dem Namen des "Quantitative Easing" (QE), auf Deutsch "Quantitative Lockerung". Wenn Staatsschulden oder Privatverschuldung auf Zweitmärkten gekauft werden, druckt die EZB Geld. Dieses Geld landet am Ende auf den Bankkonten der Institutionen und Personen, die der EZB ihre Sicherheiten verkauft haben. Die EZB hofft, dass die Käufer der Anleihen dieses Geld nutzen, um in risikoreichere Projekte zu investieren oder es auszugeben. Das würde das Wirtschaftswachstum fördern und sich positiv auf den Arbeitsmarkt und die Inflation auswirken.


2-Prozent-Inflationsziel


Hauptziel der EZB ist, die Preisstabilität im Euroraum abzusichern. Die Inflationsrate soll auf knapp unter 2 Prozent gehalten werden. Damit soll das Wirtschaftswachstum belebt und die Preisstabilität abgesichert werden. Stabile Preise helfen Investoren und Konsumenten, vernünftige Entscheidungen zu treffen. Im Dezember 2015 lag die jährliche Inflationsrate im Euroraum bei nur 0,2 Prozent.


Bis zur Finanzkrise 2008 hat die EZB die Preisstabilität über Leitzinsänderungen gewährleistet. Den Leitzins müssen Banken in der Eurozone zahlen, wenn sie von der EZB Geld leihen. Nachdem die Zinssätze gegen Null gesenkt wurden, mussten unkonventionelle geldpolitische Maßnahmen zum Einsatz kommen - wie das "Quantitative Easing".


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Die Inflation befindet sich immer noch nicht auf dem von der EZB angestrebten Niveau. Die europäische Wirtschaft scheint sich jedoch langsam zu erholen. Welche weiteren Maßnahmen müssen nun gesetzt werden?


Verfolgen Sie die Plenardebatte mit EZB-Chef Mario Draghi am Montag, den 1. Februar ab 17 Uhr im Live-Stream

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