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Milchpreise: Parlament sichert Milchbauern bessere Verhandlungsposition

Plenartagung Pressemitteilung - Landwirtschaft15-02-2012 - 13:31
 

Die am Mittwoch vom Parlament verabschiedete Verordnung soll Milchbauern eine bessere Ausgangsposition in Preisverhandlungen mit der Abnehmerindustrie verschaffen und sie damit auf das Auslaufen der Milchquotenregelung im Jahr 2015 vorzubereiten. Sie ermöglicht ihnen den Zusammenschluss in Verbänden, denen es erlaubt wird, Rohmilchpreise auszuhandeln, ohne in Konflikt mit dem Kartellrecht zu geraten.


"Die neuen Regeln werden die Verhandlungsposition der Milchbauern stärken. Sie dürfen sich in Herstellerverbänden organisieren und gemeinsam in Preisverhandlungen treten, um ihre Position in der Milchvertriebskette zu stärken. Dies gilt vor allem in Mitgliedstaaten, in denen es wenige oder keine Kooperativen gibt. Somit können die Milchbauern, die bestmöglichen Preise für ihre Milch erzielen", erklärte der Berichterstatter James Nicholson (EKR, UK).


Die neue Verordnung, auf die sich bereits Parlament und Rat vorläufig geeinigt haben, wurde in erster Lesung mit 574 Ja-Stimmen bei 97 Nein-Stimmen und 18 Enthaltungen verabschiedet.


Mehr Verhandlungsspielraum und fairer Wettbewerb


Um gerechten Wettbewerb sicherzustellen, darf das Volumen an Rohmilch, über das zwischen Herstellerorganisationen und Milchsammelstellen oder der Nahrungsmittelindustrie Verhandlungen geführt wird, nicht 3,5 % des gesamten EU-Produktion und 33 % der nationalen Produktion übersteigen.


Preise vertraglich festlegen


Die Mitgliedstaaten können darüber entscheiden, ob sie Verträge zwischen Milchherstellerbetrieben und Sammelstellen oder verarbeitenden Betrieben verpflichtend machen wollen. In diesem Fall müssen die Verträge vor der Lieferung abgeschlossen werden und Preis, Zahlungsfristen und Abnahmebedingungen festlegen. Die Mitgliedstaaten sollten auch eine Mindestvertragsdauer von sechs oder mehr Monaten vorsehen, empfehlen die Abgeordneten.


Milchbauern in benachteiligten Regionen sollten ebenfalls in den Genuss der Neuregelung kommen. Die Abgeordneten fordern zudem von der Kommission, deren spezielle Situation im Auge zu behalten und bis Juli 2014 und Ende 2018 Evaluierungen vorzulegen.


Milchlieferungen für Qualitätskäsesorten


Der Markt für Qualitätskäsesorten mit geschützten Ursprungsbezeichnungen (PDO) oder geographischen Labels (PGI) und die Qualität dieser Käsesorten kann durch neue Lieferbestimmungen verbessert werden, vorausgesetzt, sie schaden kleinen Käseproduzenten in dem jeweiligen Mitgliedsland nicht. Neue nationale Lieferbestimmungen müssen von mindestens zwei Drittel jener Milchbauern, die mindestens zwei Drittel der Rohmilch zur Herstellung von Qualitätskäsesorten liefern, gutgeheißen werden.


Nächste Schritte


Die neue Verordnung muss vom Rat formal angenommen werden, um in Kraft zu treten und gilt bis Ende Juni 2020.

REF : 20120215IPR38106
 
 
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