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Wasserknappheit in Europa: EU-Gesetze auf dem Prüfstand

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Mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser ©Belga/MaxPPP   Mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser ©Belga/MaxPPP

Mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Während des 6. Weltwasserforums in Marseille wird vom 12. bis zum 17. März über Lösungen diskutiert. Auch in Teilen Europas bereiten Zugang zu sauberem Wasser und Verwaltung der Trinkwasserreserven Probleme. EU-Abgeordnete beraten am Donnerstag, wie die EU besser mit ihrem Wasser umgehen kann. Noch in diesem Jahr sollen die EU-Wassergesetze überarbeitet werden.


Während in Marseille Experten auf dem größten Branchentreffen der Welt nach Lösungen für die weltweiten Wasserprobleme suchen, diskutieren die EU-Abgeordneten am Donnerstag einen Entschließungsantrag zur Wasserversorgung in Europa.


Der Antrag basiert auf einem Workshop des Umweltausschusses von Anfang März und einer Studie des EU-Parlaments zu den Herausforderungen für die EU. Der österreichische Christdemokrat Richard Seeber verantwortete den Antrag als Berichterstatter. "Wasser steht im Zentrum allen Lebens und jeder wirtschaftlichen Entwicklung", erklärte er während des Workshops. Zwar lebe die Menschheit auf einem blauen Planeten, doch nur 2,5 % des Wassers auf der Erde sei Trinkwasser.


Auch wenn die EU bereits über umfangreiche Richtlinien zum Umgang mit Wasser verfüge, bliebe noch viel zu tun, sagte die portugiesische Sozialdemokratin Edite Estrela. Sie wies daraufhin, dass durch den Klimawandel und den hohen Wasserverbrauch des Energiesektors und der Landwirtschaft auch in Europa immer mehr Menschen unter Wasserknappheit leiden.


Weltwasserforum

Seit 1997 treffen sich alle drei Jahre mehrere tausend Akteure eine Woche lang, um  Lösungen für Probleme wie Wasserknappheit oder -verschmutzung zu finden. Ziel des diesjährigen Treffens ist es, das 2010 von der UN anerkannte Recht auf Wasser praktisch umzusetzen.


Die nächsten Schritte

Am Donnerstag, 15. März, debattieren die Abgeordneten mit Vertretern der EU-Kommission über die Wasserstrategie der EU. Die Ergebnisse sollen später in einen parlamentarischen Bericht einfließen.


Noch dieses Jahr soll die EU-Gesetzgebung zum Umgang mit Wasser und ihre Umsetzung in den EU-Staaten überprüft werden. Notwendig wurde die Überprüfung auch durch bisher unberücksichtige Probleme, wie die zunehmende Verschmutzung des Trinkwassers mit Medikamenten und Hormonen.

REF : 20120309STO40292