Startseite aufrufen (Eingabetaste drücken)
Zugang zu den Inhalten der Seite (mit der Eingabetaste bestätigen)
Liste der anderen Websites aufrufen (Eingabetaste drücken)

HORIZON 2020: EU muss bei Forschung und Innovation aufholen

Andere Artikel - Forschung und Innovation21-03-2012 - 18:42
 
Wie lässt sich Spitzenforschung in Europa fördern? ©BELGA_RIA_V.Astapkovich   Wie lässt sich Spitzenforschung in Europa fördern? ©BELGA_RIA_V.Astapkovich

Bei der Umsetzung von Forschungsergebnissen in neue Produkte und Dienstleistungen liegt Europa hinter anderen Regionen. Das Rahmenprogramm HORIZON 2020 soll das ändern. Am 20. März diskutierte der Industrie-Ausschuss mit Experten über den EU-Plan zur Förderung von Forschung und Innovation bis 2020.


Vor wenigen Jahren beherrschten europäische Mobilfunkkonzerne den Weltmarkt. Doch die Konkurrenz aus Amerika und Asien hat mit Innovativen aufgeholt und überholt. Europa droht bei vielen modernen Technologien den Anschluss zu verlieren.


Das EU-Rahmenprogramm HORIZON 2020 soll mit rund 80 Milliarden Euro die Entwicklung neuer Technologien und deren Umsetzung in marktreife Produkte fördern. So sollen Firmen und Forschungsinstitute leichter an Finanzierungsmöglichkeiten kommen. Marktorientierte Forschung und innovative Start-ups würden mehr Unterstützung erhalten.


Die portugiesische Berichterstatterin Maria de Graca Carvalho von den Christdemokraten hält das Rahmenprogramm HORIZON 2020 gar für das wichtigste EU-Finanzinstrument, um Europas Wettbewerbsfähigkeit zu garantieren.


Ihre sozialdemokratische Kollegin Teresa Riera Madurell aus Spanien argumentiert: "Forschung und Entwicklung können Europa in der Wirtschaftskrise dabei helfen, zu wachsen und qualitativ hochwertige Jobs zu schaffen."


USA: Europa leidet an Innovationskrise


Dr. Burton Lee von der US-amerikanischen Stanford School of Engineering befürwortet das Rahmenprogramm HORIZON 2020, glaubt jedoch, dass Europäische Universitäten marktorientierter denken müssten. "Alles worauf es ihnen ankommt, sind die Forschungsinstitute; um Innovation sollen sich die Anderen kümmern", kritisiert er.


Eine Reform der europäischen Universitäten sei entscheidend, sagt Lee. "Jemand auf EU-Ebene muss den ersten Schritt machen und eine umfassende Universitätsreform fordern", erklärt er. "Wenn nicht das Europäische Parlament, wer dann?"


Die nächsten Schritte


Im kommenden Herbst wird der Industrie-Ausschuss über den Plan abstimmen. Anschließend beginnen Verhandlungen mit dem Rat. Eine endgültige Entscheidung wird voraussichtlich Ende 2013 getroffen.

REF : 20120316STO41076
 
 
 
EU-Forschungsausgaben
 

31,7 Mrd. Euro: Gesundheit, Nahrungssicherheit, Energieeffizienz, grüne Transportmittel, Klimaschutz, Sicherheit

 
 

24,6 Mrd. Euro: Grundlagenforschung

 
 

13,7 Mrd. Euro: Informations- und Kommunikationstechnik, Nanotechnologie, Biotechnik, Raumfahrt

 
 

3,5 Mrd. Euro: Investitionen und Unterstützung für kleine und mittlere Firmen

 
 

2,8 Mrd. Euro: Europäisches Technologieinstitut

 
 

2,5 Mr. Euro: Sonderinitiative für kleine und mittlere Firmen