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Fast 4 Millionen Euro für ehemalige Beschäftigte der Austria Tabak

BUDG Pressemitteilung - Haushalt26-03-2013 - 17:05
 

Der Haushaltsausschuss des Europäischen Parlaments hat mit großer Mehrheit (28-4-2) am Dienstag eine Unterstützung in Höhe von 3,941 Millionen Euro aus dem Europäischen Globalisierungsfonds (EGF) für ehemalige Mitarbeiter des österreichischen Tabakherstellers Austria Tabak ermöglicht. Österreich hat die Hilfe beantragt, nachdem 320 Angestellte der Austria Tabak in einer Region mit hoher Arbeitslosigkeit nach der Schließung 2011 ihre Jobs verloren hatten.



Die Eigentümer der Austria Tabak GmbH, Japan Tobacco International (JTI), hatten beschlossen, die Produktion der Tabakfabrik im niederösterreichischen Hainburg in aufstrebende Märkte zu verlagern, wo der Zigarettenkonsum im Gegensatz zu Europa stark ansteigt, etwa in asiatischen Ländern und Russland.


Die Schließung des Austria Tabak Standorts, dem bis dahin zweitgrößten Arbeitgeber in einer Region mit besonders hoher Arbeitslosigkeit, hatte besonders schwerwiegende Auswirkungen auf die lokale und regionale Wirtschaft, da viele Kleinunternehmen mit Austria Tabak geschäftlich verbunden waren. Schon 2009 und 2010 war Niederösterreich von Massenentlassungen im Metall- und Straßenverkehrssektor betroffen.


In der Region sind offene Stellen selten, zumal sich deren Zahl 2011 im Vergleich zum Vorjahr beinahe halbiert hatte. Außerdem müssen die ortsansässigen schlecht qualifizierten Arbeitskräfte mit Bewerbern aus den Nachbarländern Slowakei und Ungarn konkurrieren.


Berufliche Wiedereingliederung


Mit den EGF-Mitteln sollen 270 Arbeitnehmer wieder in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden. Das Hilfspaket umfasst Maßnahmen wie Laufbahnberatungen, Unterstützung bei der Arbeitssuche, Job-Mentoring, verschiedene Schulungen und Weiterbildungen, Praktika in Unternehmen, betriebsinterne Weiterbildungen, umfassende Angebote für Arbeitnehmer über 50 sowie Ausbildungsvergütungen und Tagegelder, die während der Weiterbildungsmaßnahmen sowie aktiven Arbeitssuche gezahlt werden


Hintergrundinformationen

Der Europäische Fonds für die Anpassung an die Globalisierung bietet Unterstützung für Arbeitnehmer, die aufgrund weit reichender Strukturveränderungen im Welthandelsgefüge arbeitslos geworden sind. Der Austria-Tabak-Fall ist der zweite EGF-Antrag, dem aus dem Haushalt 2013 stattgegeben wurde, nachdem bereits 5 Millionen Euro für den italienischen Haushaltsgerätehersteller Antonio Merloni gewährt wurden.


Die Empfehlung des Haushaltsausschusses wird in der Vollversammlung des Parlaments am 16. April zur Abstimmung vorgelegt. Der Rat muss ebenfalls seine Zustimmung geben.











REF : 20130325IPR06832
Aktualisiert am: ( 26-03-2013 - 17:28)
 
 
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