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Zentralafrikanische Republik: EU-Abgeordnete fordern ganzheitliche Hilfe

Andere Artikel - Institutionen / Delegationen / Außenbeziehungen31-01-2014 - 12:14
 
Kinder   Vertriebene Kinder warten auf eine Masern-Impfung bei der Klinik der Ärzte ohne Grenzen in der Nähe des Mpoko Flughafens in Bangui im Januar 2014 ©BELGA/AFP/E.Feferberg

In der Zentralafrikanischen Republik braucht mehr als die Hälfte der Bevölkerung humanitäre Hilfe und 20 Prozent der Bewohner wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Nach einem Putsch im März 2013 eskalierte die Situation im vergangenen Dezember. Nun soll Frieden und Stabilität in dem Land wieder hergestellt werden. Vor der Debatte im EU-Parlament zur Zentralafrikanischen Republik am Mittwoch (5. Februar) haben wir zwei EU-Abgeordnete gefragt, wie die EU dem Land helfen kann.


500 Truppen sollen die französischen Soldaten und die Streitkräfte der Afrikanischen Union, die schon in der Zentralafrikanischen Republik sind, unterstützen. Das billigten die EU-Außenminister am 20. Januar.


Die EU ist der Hauptgeldgeber des Landes für humanitäre Hilfe. Im vergangenen Jahr stellte sie 76 Millionen Euro zur Verfügung. Die neue Übergangspräsidentin der Zentralafrikanischen Republik Catherine Sama-Panza hat vor Kurzem mehr Unterstützung von der EU und den afrikanischen Ländern gefordert.


Nachhaltige Lösung für die Sicherheit der Region


Der Vorsitzende der Delegation Paritätischen Parlamentarischen Versammlung (PPV) AKP-EU Louis Michel (ALDE) stellt sicher, dass die PPV weiterhin die Situation genau beobachten wird. Der Einsatz der Truppen zeige, dass eine Kooperation notwendig sei, um den dringenden Bedürfnissen des Landes gerecht zu werden.


„Um eine nachhaltige Lösung zu finden, von der die Menschen in der Zentralafrikanischen Republik und die Sicherheit in der Region profitiert, brauchen wir eine langfristige Finanzierung und Personal“, meint Louis.


Humanitäre Hilfe und Reform des Sicherheitssektors


Der Vorsitzende des Panafrikanischen Parlaments Michael Gahler (EVP) aus Deutschland findet, dass die EU mit ihrem ganzheitlichen Ansatz hilfreich sein könnte.


„Das würde bedeuten, dass wir viele Umstände adäquat angehen können: Angefangen bei der humanitären Hilfe mit Unterstützung für vertriebene und hungernde Menschen über die Stabilisierung von Teilen des Landes durch eine Mission der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik und später durch ein Programm zur Reform der Sicherheitssektoren", sagt Gahler.


Darüber hinaus könnten auch Programme für Wiederaufbau und Entwicklung und Demokratie sowie eine Wahlbeobachtungsmission helfen, so der Christdemokrat.


Schauen Sie sich die Debatte im Europaparlament in Straßburg am Mittwoch (5. Februar) ab 15 Uhr im Live-Stream an. Den Link finden Sie auf der rechten Seite.

REF : 20140129STO34107
Aktualisiert am: ( 03-02-2014 - 11:45)