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Plenum stimmt über Übertragung von Zusatzrenten in andere EU-Staaten ab

Andere Artikel - Institutionen / Sozialpolitik08-04-2014 - 13:52
 
Bild am Hafen von Lissabon   Mit diesem Bild hat Sicco Brand den Fotowettbewerb des Europaparlaments im März gewonnen - "Genuss des Lebensabends am Hafen von Lissabon" © Sicco Brand

Die europäische Bevölkerung wird immer älter. Deshalb werden Arbeitnehmer ermutigt, Zusatzrenten abzuschließen. Zieht ein Arbeitnehmer in einen anderen EU-Mitgliedstaat, können diese Altersvorsorgen allerdings oft nicht übertragen werden. Denn es gelten unterschiedliche Regelungen in den 28 EU-Ländern für zusätzliche Pensionen. Das Europäische Parlament debattiert kommende Woche im Plenum (14.-17.4.) über den Erwerb und die Sicherung von Zusatzpensionsrechten und stimmt darüber ab.


Arbeitnehmer, die in ein anderes EU-Land ziehen, um dort zu arbeiten, profitieren bereits von gesetzlichen Rentenansprüchen wie staatlichen Pensionen. EU-Gesetze sichern diese Renten ab. Bisher gibt es jedoch keinen entsprechenden Schutz für zusätzliche Altersvorsorgeprogramme wie etwa Betriebsrenten.


Im kommenden Plenum (14.-17.4.) steht der informelle Kompromiss mit dem Ministerrat zur  Verbesserung des Erwerbs und der Sicherung der Zusatzpensionen für Arbeitnehmer, die in ein anderes EU-Land ziehen, auf der Agenda.


Die geplanten Regeln sehen Mindestanforderungen vor: Die Beitragsdauer für den Erwerb eines Rentenanspruchs darf zum Beispiel nicht länger als drei Jahre sein. Das Europaparlament hat darauf bestanden, dass diese Regeln auch für Arbeitnehmer gelten, die in verschiedenen EU-Ländern arbeiten.


Gesetz soll Hürden in der Arbeitnehmerfreizügigkeit abbauen


Nach dem Abschluss der informellen Verhandlungen zwischen dem Parlament und dem Ministerrat erklärte die niederländische Berichterstatterin Ria Oomen-Ruijten (EVP): "Europäische Arbeitnehmer können nun ihre vollen Pensionsansprüche beim Umzug in einen anderen Mitgliedstaat geltend machen. Das Gesetz soll helfen, Hürden in der  Arbeitnehmerfreizügigkeit abzubauen."


Sollte das Plenum dem Kompromiss zustimmen, bleiben den Mitgliedstaaten vier Jahre für die Umsetzung in nationales Recht.


Über das Bild: Lebensabend am Hafen von Lissabon

 

Illustriert ist der Artikel mit dem Bild "Genuss des Lebensabends am Hafen von Lissabon" von Sicco Brand aus Amsterdam.


Sicco erzählt, dass er das Foto an einem Sonntagabend in Lissabon gemacht hat. "Das Paar genießt das Leben an der Küste", erklärt er.


Mit dem Bild hat Sicco den Gastfotografen-Wettbewerb des Europaparlaments im März gewonnen. Bis zu den Europawahlen im Mai findet jeden Monat ein Fotowettbewerb zu einem anderen Thema statt.  

REF : 20140401STO41563
Aktualisiert am: ( 08-04-2014 - 15:41)