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Das Europäische Parlament ruft zu vermehrten Forschungsbemühungen und besserer Überwachung der Auswirkungen antimikrobieller Veterinärarzneimittel auf den Nutztierbestand und auf Haustiere auf. Zunehmende antimikrobielle Resistenz und daraus resultierende Fehlschläge bei der Behandlung von Krankheiten machen eine Verringerung der verabreichten Antibiotika notwendig, meinen die Abgeordneten. Antibiotika-Resistenz von Haus- und Nutztieren ist in den letzten Jahren ein enormes Problem geworden

Die Abgeordneten rufen die Mitgliedstaaten in einer am Donnerstag verabschiedeten Entschließung dazu auf, "sowohl bei Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen, als auch bei Haustieren eine regelmäßige und systematische Kontrolle und Überwachung von antimikrobieller Resistenz (AMR) durchzuführen". Den Entschließungsantrag hat Paolo De Castro (S&D, Italien) im Namen des Agrarausschusses eingebracht.


Verringerte Verabreichung von Antibiotika


Die Abgeordneten plädieren für die Entwicklung von Tierhaltungssystemen, die den Einsatz von Antibiotika vermeiden helfen.  Zudem fordern sie verstärkte Forschungsbemühungen, um neue Produkte und alternative Methoden zu finden, die den Einsatz von antimikrobiellen Arzneimitteln einschränken, zugleich aber ausreichenden Schutz vor Tierkrankheiten bieten.


Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit


Die Abgeordneten fordern eine Erhöhung der Haushalte des Lebensmittel- und Veterinärbüros (FVO) und der Europäischen Lebensmittelsicherheitsagentur (EFSA), um mehr Inspektionen und Analysen in diesem Bereich durchzuführen und eine bessere Überwachung der Umsetzung des 2006 erlassenen Verbots der Verwendung antimikrobieller Mittel als Wachstumsförderer sicherzustellen. Die Kommission sollte überdies einen EU-weiten Aktionsplan zur Bekämpfung von AMR bei Haustieren und zur Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren vorlegen. Besonderes Augenmerk haben dabei der Verbindung zwischen Gesundheit der Tiere und Einsatz von Antibiotika und somit auch dem Zusammenhang zwischen Tiergesundheit und menschlicher Gesundheit zu gelten.