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Das Europäische Parlament hat Änderungen zu Lebensmittelkennzeichnungen abgelehnt, die Angaben wie "reduzierter Prozentanteil" von Zucker, Salz und Fett erlauben würden. Die neuen Etikettierungen hätten Verbraucher verwirren oder irreführen können, heißt es in der am Donnerstag abgestimmten Entschließung.

Das Veto des Parlaments mit 393 Ja-Stimmen gegen 161 Nein-Stimmen und 21 Enthaltungen bewirkt, dass der Vorschlag der Europäischen Kommission revidiert werden muss.
 
"Es freut mich, dass das Europäische Parlament die Interessen der gesundheitsbewussten Verbraucher, die in der Lage sein müssen, klare Vergleiche beim Lebensmitteleinkauf ziehen zu können, verteidigt hat", sagte Matthias Groote (S&D, DE), Vorsitzender des Ausschusses für Umweltragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit.


Der Vorschlag hätte zum Beispiel die Angabe "15 % weniger Zucker" erlaubt, was auf einer früheren Formulierung des gleichen Produkts beruht hätte. Die Abgeordneten erklären, dass dies schwer zu vergleichen wäre mit der Angabe "zuckerreduziert"  - oder irreführend gesünder als dieses erscheinen würde. Ein Produkt mit der Angabe "zuckerreduziert" muss nach bestehendem EU-Recht zu gesundheits- und nährwertbezogenen Angaben 30% weniger als ähnliche Produkte enthalten.


In der ablehnenden Resolution der Abgeordneten heißt es, dass der Antrag der Kommission die Unternehmen davon hätte abhalten können, ihre Produkte mit beträchtlich weniger Zucker-, Salz- oder Fettgehalt abzuwandeln.