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Vereinfachte Energieverbrauch-Skala von A bis G für Haushaltsgeräte

 

  • Neue Bewertungsskala für bestehende und künftige Produkte
  • Praktische und verständliche Informationen für die Verbraucher
  • Einführung der neuen Labels Ende frühestens Ende 2019

Am Dienstag gaben die Abgeordneten grünes Licht für ein neues System, das den Kunden ermöglicht, Elektrogeräte besser zu erkennen, die Energieverbrauch und Energiekosten senken.

Die neue, dem technologischen Fortschritt angepasste Bewertungsskala von A bis G, welche die Energieeffizienz von Haushaltsgeräten anzeigen soll, wurde am Dienstag mit 535 Stimmen angenommen, bei 46 Gegenstimmen und 79 Enthaltungen.

 

Verbraucher können dann effizientere Produkte auswählen, um den Energieverbrauch und ihre Stromrechnungen zu senken, während Hersteller zu Innovationen und Investitionen in energieeffizientere Produkte ermuntert werden.

 

Die Kunden werden die ersten Haushaltsgeräte mit Energielabels der neuen Bewertungsskala ohne das Pluszeichen („A+/A++/etc.“) voraussichtlich frühestens Ende 2019 in den Läden vorfinden. Um mit Verbesserungen bei der Energieeffizienz Schritt zu halten, werden zukünftige Neuklassifizierungen automatisch eingeleitet, sobald 30% der auf dem EU-Markt verkauften Produkte in die oberste Energieeffizienzklasse „A“ fallen, oder wenn 50% dieser Produkte in die obersten zwei Energieeffizienzklassen „A“ und „B“ fallen.

 

Die Labels werden auf die Produkte aufgedruckt. Die jeweiligen Online-Versionen und Produktinformationen können im Internet heruntergeladen werden. Im Fall von Aktualisierungen, die sich auf die Energieeffizienz eines bereits erworbenen Produkts auswirken würden, sollte der Anbieter den Kunden informieren, so der Entschließungstext.

 

Jede visuelle Werbung oder jedes technische Werbematerial sollte die Energieeffizienzklasse und die dem Label zugrundeliegende Bewertungsskala nennen. Informationskampagnen für Verbraucher sollen auf die neu eingeführten Versionen der Labels aufmerksam machen.

 

Die EU-Kommission muss eine Produktdatenbank mit einem technischen Teil erstellen, um den nationalen Behörden bei der Überwachung der Einhaltung der Vorgaben zu helfen. Sie soll außerdem ein Onlineportal für die Öffentlichkeit schaffen, um die Marktüberwachungsbehörden zu unterstützen und den Verbrauchern zusätzliche Informationen über die Produkte zur Verfügung zu stellen. Die Kommission soll außerdem Durchführungsrichtlinien für diese Verordnung erarbeiten, die „best practices“ für Produkttests und Informationsaustausch enthalten.

 

Zitat

 

Dario Tamburrano (EFDD, IT) sagte: „Den Bürgern wird ein unmissverständliches und intelligentes digitales Informationssystem für täglichen Gebrauch zur Verfügung stehen. Dank besser zugänglichen Daten werden sie in Zukunft neue Möglichkeiten haben, verschiedene Erzeugnisse auf Grundlage des Energieverbrauchs zu vergleichen und so besser informiert zu kaufen. Intelligente Geräte sind der neue Maßstab für Energieeffizienz und werden messen, wieviel wir verbrauchen, und wann. Ich erwarte, dass die Kommission den Rechtsschutz über die Zweijahresgarantie hinaus ausdehnt.“