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Strong - but not invulnerable. Despite an impressive 4 metres and 600kg, the blue fin tuna is an endangered species. And why? Overfishing and illegal catches....(read more) Facebook In einer feierlichen Preisverleihung während der Plenartagung in Straßburg wurde am Mittwoch die Gewinnerin des diesjährigen LUX-Filmpreises bekannt gegeben und ausgezeichnet. Der deutsche Film "Die Fremde" von Feo Aladağ setzt sich mit die Problematik der Ehrenmorde auseinander und schildert das Familiendrama einer in Deutschland ansässigen türkischen Familie.
Parlamentspräsident Jerzy BUZEK überreichte den diesjährigen Preis an die Filmemacherin Feo Aladağ, die sich als erste weibliche Regisseurin dem Wettbewerb gestellt hat. Die Hauptdarstellerin Sibel Kekilli nahm ebenfalls an der Preisverleihung teil. Ferner waren Vertreter der beiden anderen nominierten Filme anwesend, die in diesem Jahr in die Endauswahl gekommen waren: "Akadimia Platonos" von Filippos Tsitos (Griechenland und Deutschland) und "Illégal" von Olivier Masset-Depasse (Belgien).
Bei der Preisübergabe sagte Jerzy Buzek: "Die drei Filme setzen sich auf sensible Art und Weise mit dem Thema der Identität sowie den Unterschieden zwischen einer kollektiven und einer individuellen Identität auseinander. Dies ist ein wichtiges Thema. Denn in einem Europa, das immer mehr zusammenwächst, werden wir uns mit der Frage befassen müssen, was es eigentlich bedeutet, Europäer zu sein, und was unsere vielen Identitäten - lokale, regionale, nationale, europäische - auf einem vereinten Kontinent bedeuten. Wenn wir ein wahrhaft europäisches Volk schaffen wollen, müssen wir in der Lage sein, uns gegenseitig wirklich zu verstehen. Kann es dafür einen besseren Weg geben als durch Kultur, Kunst, Musik und natürlich Filme?"
"Der Film behandelt auf eindrückliche Weise das Thema "Ehrenmorde". Ohne jemanden anzuklagen, versteht es die Regisseurin, den Zuschauer in die Geschichte zu holen und ihn die Konflikte der beteiligten Personen miterleben zu lassen", so die Vorsitzende des Kulturausschusses, Doris Pack. "Besonders einfühlsam und realistisch schildert Aladag die innere Zerrissenheit der Hauptdarstellerin zwischen ihren Wurzeln, den Traditionen und der Liebe zu ihren Eltern und ihrem Leben, das sie in Deutschland als moderne, selbständige Frau führen will ", so die CDU-Europaabgeordnete.
Feo Aladağ erklärte in ihrer Dankesrede: "Ich habe 'Die Fremde' gemacht, weil ich glaube, dass wir in einer multikulturellen Gesellschaft leben, die sich nicht länger damit zufrieden geben kann, Konsens zu fördern, sondern vielmehr neue Wege finden muss, um mit den zunehmenden Divergenzen umgehen zu können. Der LUX-Preis ist eine wesentliche Brücke zwischen nationalen Identitäten und darüber hinaus. Deshalb ist für mich das Engagement des Europäischen Parlaments für Kultur und Erziehung so wichtig."
Der Gewinner erhält ein Preisgeld in Höhe von 90 000 EUR für die Untertitelung in allen EU-Amtssprachen, eine Adaptierung für seh- und hörbehinderte Menschen und für die Herstellung einer 35-mm-Kopie pro Mitgliedstaat oder die Veröffentlichung als DVD.
Mit dem LUX-Preis werden alljährlich Filme vom Europäischen Parlament ausgezeichnet, die die Grundwerte der Europäischen Union illustrieren oder sie kritisch beleuchten, die kulturelle Vielfalt Europas aufzeigen oder neue Einblicke in die Debatte um die EU-Integration liefern.
Seit seiner Schaffung im Jahr 2007 wurde der LUX-Preis Fatih Akin (2007) für den Film "Auf der anderen Seite", Jean-Pierre und Luc Dardenne (2008) für "Le Silence de Lorna" und Philippe Lioret (2009) für "Welcome" vergeben.