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Fischfreundliche Reinigungsmittel

Plenartagung Umwelt 14-12-2011 - 12:26
 

Wasch- und Spülmittel müssen künftig nahezu phosphorfrei zu sein, so das Europäische Parlament in einer Plenarabstimmung am Mittwoch. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Wasserleben in Wasserwegen und Meeren rund um die EU zu schützen.


Das Parlament hat den Maßnahmen, auf die sich die Abgeordneten vorläufig mit dem Rat geeinigt hatten, mit 631 Stimmen dafür, 18 Stimmen dagegen und 4 Enthaltungen zugestimmt. Der Rat muss das Abkommen noch offiziell absegnen, damit es in Kraft treten kann.


"Durch die strenge Begrenzung von Phosphor in Wasch- und Spülmitteln von Verbrauchern haben wir der Natur etwas Gutes getan; Verbraucher können sichern sein, dass diese Produkte umweltfreundlicher sein werden", sagte der Berichterstatter des Parlaments, Bill Newton Dunn (ALDE, UK).


Phosphorgrenzen und Termine


Ab Juni 2013 darf ein normale Dosierung Waschpulver nicht mehr als 0,5 Gramm Phosphor enthalten. Das Parlament hat auch auf eine Frist für Phosphor in Spülmitteln bestanden: Eine Begrenzung auf 0,3 Gramm ab 1. Januar 2017. (Die Kommission hatte nur eine Überprüfung vorgeschlagen, um die Möglichkeit in Betracht zu ziehen). Der vom Parlament geschlossene  Deal enthält bereits Regelungen zu Geschirrspülmittel, wobei er gleichzeitig der Industrie die notwendige Zeit gibt, ihre Produkte zu modernisieren.


Einheitliche Regeln


In einigen Mitgliedstaaten, unter anderem auch in Deutschland, gibt es bereits Beschränkungen für Phosphor, insbesondere für Waschmittel. Durch die EU-Gesetze können Unternehmen nun einheitlichen Regeln folgen, statt unterschiedlichen Regelungen in den 27 Mitgliedsstaaten.   


Das Problem mit Phosphor


Phosphor, in Form von Phosphate oder Phosphonate, dienen zur wirksamen Reinigung von Kleidern und Geschirr, vor allem mit kalkhaltigem Wasser, aber in Wasserstraßen können sie zu übermäßigem Pflanzenwachstum beitragen. Somit ersticken  Fische und andere Wasserlebewesen. Phosphor aus dem Wasser zu entfernen ist teuer und nicht immer möglich.


Verfahren: Mitentscheidungsverfahren

REF : 20111213IPR34069
 
 
 
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