Präsident Jerzy Buzek fordert die russischen Behörden auf, im Falle der Ermordung des Menschenrechtsaktivisten Andrei Kulagin zu ermitteln
Der Präsident des Europäischen Parlaments, Jerzy Buzek, machte folgende Aussage, nachdem er vom tragischen Tod von Andrei Kulagin erfahren hatte:
"Mit großer Trauer habe ich vom tragischen Tod von Andrei Kulagin erfahren. Er ist leider schon der zweite russische Menschenrechtsaktivist, von dessen Tod wir in der letzten Woche erfahren haben. Das erste Opfer war Natalia Estemirova.
Andrei Kulagin arbeitete für die Menschenrechtsorganisation "Gerechtigkeit" (Sprawiedliwost), die er im Nordwesten Russlands in Karelia leitete. Er war bekannt für sein aktives Engagement im Hinblick auf eine Besserbehandlung der Insassen russischer Gefängnisse.
Im Namen des Europäischen Parlaments möchte ich den Angehörigen und Freunden von Andrei Kulagin meine zutiefst empfundene Anteilnahme aussprechen, gleichzeitig fordere ich unvoreingenommene und glaubwürdige Ermittlungen durch die russischen Behörden. Die für seine Ermordung Verantwortlichen müssen vor Gericht gestellt werden. Die internationale Gemeinschaft kann nicht zulassen, dass auch dieser Fall sich in die lange Liste der ungelösten Morde an Menschenrechtsaktivisten in Russland einreiht."
