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Jerzy Buzek meets with Jean-Claude Trichet, President of the European Central Bank (Brussels, 9/09/2009)
Jerzy Buzek meets with Jean-Claude Trichet, President of the European Central Bank (Brussels, 9/09/2009)

Buzek und Trichet im Europäischen Parlament: Die Krise ist noch nicht überwunden. Wir sollten eine Reform durchführen.

Brüssel -
09/09/2009

"Das Europäische Parlament nimmt die Initiative von 8 Mitgliedstaaten, mit der die Reformen im Bankensektor vorangebracht werden sollen, sowie die Vorschläge, Obergrenzen und Steuern für Boni einzuführen und bei Fehlinvestitionen Bonuszahlungen zu streichen, mit Aufmerksamkeit zur Kenntnis. Es ist nicht leicht, auf EU-Ebene eine Antwort für solch einen Vorschlag zu finden, auf der Ebene des Europäischen Parlaments unterstützen wir ihn jedoch", erklärte der Präsident des Europäischen Parlaments Jerzy Buzek auf einer gemeinsam mit dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank Jean Claude Trichet im Europäischen Parlament ausgerichteten Pressekonferenz.

Der Präsident des Europäischen Parlaments Buzek sagte ferner: "Wir treten auch weiterhin nachdrücklich für eine Erweiterung der Eurozone ein. Wir (das Europäische Parlament) haben ebenso fünf wichtige Vorschläge [im Finanzsektor] angenommen, und werden sie nächste Woche in Straßburg unterzeichnen. Es liegen auch neue Vorschläge wie beispielsweise die Richtlinie für Manager alternativer Investmentfonds vor, und wir wollen Hedgefonds und außerbörsliches Beteiligungskapital regulieren:
Der Schaffung einer neuen Finanzarchitektur, in deren Mittelpunkt ein einziges starkes EU-Aufsichtsorgan steht, misst das Europäische Parlament große Bedeutung bei. Die Entscheidung darüber wird in den nächsten Monaten getroffen werden."

Der Präsident des Europäischen Parlaments Jerzy Buzek erinnerte daran, dass vierteljährliche Sitzungen zwischen dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments und der Europäischen Zentralbank stattfinden. "Angesichts der gegenwärtigen wirtschaftlichen Umstände ist eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Organen unerlässlich."

Bezüglich der Vorbereitungen für den G-20-Gipfel erklärte der Präsident des Europäischen Parlaments Buzek: "Es werden sechs EU-Mitgliedstaaten plus die schwedische Ratspräsidentschaft und die Kommission teilnehmen. Wir müssen uns auf der Ebene der gesamten EU darauf vorbereiten."

Der Präsident der Europäischen Zentralbank Jean Claude Trichet sagte: "Ich schätze es sehr, dass ein gewisser Konsens auf globaler Ebene besteht. In einigen Kreisen neigt man zu der Annahme, dass wir in bestimmten Bereichen zur Normalität zurückgekehrt sind. Wir sollten uns jetzt darauf konzentrieren, da, wo es notwendig ist, Reformen durchzuführen. Wir sollten Lehren aus unseren Erfahrungen ziehen. Es wäre unverzeilich, wenn wir nicht alles Notwendige unternähmen, um eine Wiederholung des Geschehenen zu vermeiden."

"Ich möchte wiederholen, was ich auf dem G20-Treffen der Finanzminister gesagt habe: Die Zeit ist noch nicht reif, um zu sagen, dass die Krise überwunden ist. Es ist jedoch auch sehr wichtig, auf überzeugende Weise zu einer normalen nachhaltigen Position zu gelangen."