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Parlamentarische Anfragen
23. Juni 2014
E-005384/2014
Antwort von Tonio Borg im Namen der Kommission

Der Kommission ist bekannt, dass schlechte Luftqualität in Innenräumen, die durch verschiedene physikalische, chemische und biologische Schadstoffe verursacht wird, der menschlichen Gesundheit schaden kann. Laut Schätzungen des Projekts „Promoting actions for healthy indoor air“ (IAIAQ)(1) im Rahmen des EU-Gesundheitsprogramms gehen ungefähr zwei Millionen Jahre „gesunden Lebens“ in Europa aufgrund schlechter Innenluftqualität verloren.

Was die Förderung des Baus gesundheitsschonender Gebäude angeht, so hat die Kommission mehrere Projekte (BUMA(2), CLEAR-UP(3), OFFICAIR(4), SINPHONIE(5), EPHECT(6), HELTHVENT(7), HITEA(8)) finanziert, deren Ziel die Bewertung von Strategien zur Verbesserung der Luftqualität in verschiedenen Umgebungen (Wohnung, Schule, Büro) war. Außerdem hat sie die Weltgesundheitsorganisation bei der Entwicklung von Gesundheitsrichtlinien für häufig vorkommende Innenraumschadstoffe unterstützt.

Zwar beabsichtigt die Kommission nicht die Einführung eines Gesundheitszertfizierungssystems, sie plant jedoch, einen Rahmen mit Kernindikatoren zur Bewertung der Umweltleistung von Gebäuden zu entwickeln; dabei ist das Behaglichkeitsniveau eines der Themen, die im weiteren Entwicklungsprozess genauerer Untersuchungen bedürfen. Zudem sind im Rahmen der Umweltzeichen-Verordnung für mehrere Produktgruppen Kriterien, die eine Verbesserung der Innenraumluftqualität zum Ziel haben, z. B. bei Textilien, Farben, Fußbodenbelägen und Möbeln.

Die harmonisierten Normen für Bauprodukte gemäß der Verordnung (EU) Nr. 305/2011 tragen allen auf nationaler oder europäischer Ebene festgelegten Grenzwerten Rechnung. Nach Ansicht der Kommission ist ein Pflicht-Schadstoffnachweis für Gebäude Angelegenheit der Mitgliedstaaten. Es sind keine speziellen finanziellen Maßnahmen zur Förderung von Konstrukteuren und Bauherren vorgesehen.

(1) http://ec.europa.eu/health/healthy_environments/docs/env_iaiaq.pdf
(2) http://ec.europa.eu/eahc/projects/database.html?prjno=2005307
(3) http://ec.europa.eu/research/innovation-union/ic2011/index_en.cfm?pg=project_details&project=clear_up
(4) http://www.officair-project.eu/
(5) http://www.sinphonie.eu/
(6) https://sites.vito.be/sites/ephect/Pages/home.aspx
(7) http://www.healthvent.byg.dtu.dk/
(8) http://www.hitea.eu/

ABl. C 413 vom 19/11/2014
Letzte Aktualisierung: 24. Juni 2014Rechtlicher Hinweis