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Parlamentarische Anfragen
27. April 2015
E-003083/2015
Antwort von Herrn Andriukaitis im Namen der Kommission

Die mit der Verordnung (EU) Nr. 485/2013(1) auf EU-Ebene eingeführten Beschränkungen für Neonicotinoide folgten der Schlussfolgerung, dass die Genehmigungskriterien gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 im Hinblick auf das Risiko für Bienen nicht mehr erfüllt waren. Die spezifischen Rechtsvorschriften gingen zu keinem Zeitpunkt von einem direkten Zusammenhang mit dem Bienensterben aus.

Die Kommission hat Informationen über Ausfälle bei einigen Kulturpflanzen und in einigen Gebieten erhalten; diese reichen beim jetzigen Stand jedoch nicht für eine belastbare und umfassende Analyse aus.

Die Gemeinsame Forschungsstelle der Kommission untersucht derzeit nachträglich bei drei wichtigen Kulturpflanzen und in sieben Ländern, wie die Landwirte in der EU ihre Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen an die Beschränkungen für Neonicotinoide angepasst haben. Mit den auf diese Weise erhobenen Daten wird es möglich sein, die Auswirkungen auf Produktivität und Einkommen der Landwirte abzuschätzen und die Alternativen zu bewerten, die von den für die Untersuchung ausgewählten Landwirten angewandt werden. Die Untersuchung stützt sich weitgehend auf Primärinformationen und soll in der zweiten Jahreshälfte 2016 erste Erkenntnisse liefern.

(1)Durchführungsverordnung (EU) Nr. 485/2013 der Kommission vom 24. Mai 2013 zur Änderung der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 540/2011 hinsichtlich der Bedingungen für die Genehmigung der Wirkstoffe Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid sowie des Verbots der Anwendung und des Verkaufs von Saatgut, das mit diese Wirkstoffe enthaltenden Pflanzenschutzmitteln behandelt wurde.

Letzte Aktualisierung: 28. April 2015Rechtlicher Hinweis