Pressemitteilung
Ja zur Einführung des Euro in Zypern und Malta zum 1.1.2008
Euro - 20-06-2007 - 13:06
Plenartagung
Plenartagung
Das Europäische Parlament hat der Einführung des Euro durch Zypern und Malta am 1. Januar 2008 zugestimmt. Zugleich fordert es die Mitgliedstaaten auf, der Kommission die Möglichkeit zu geben, die Erfüllung der Kriterien von Maastricht "auf der Grundlage präziser, aktueller, zuverlässiger und qualitativ hochwertiger Daten" zu überprüfen. Derzeit lasse die Qualität der der Kommission vorliegenden Daten noch zu wünschen übrig.
Im Hinblick auf künftige Erweiterungen der Euro-Zone fordert das Parlament Kommission und Rat auf, "frühzeitig den Dialog" mit dem EP aufzunehmen, damit für dessen Anhörung eine Zeit von mindestens zwei Monaten zur Verfügung steht. Auf diese Weise werde das Recht des Parlaments garantiert, sowohl die von der Kommission als auch die von der Europäischen Zentralbank unterbreiteten Vorschläge gebührend zu prüfen.
Zudem sollten sich die Kandidatenländer verpflichten, ihre Absicht, einen offiziellen Antrag zu stellen, bis zum Herbst des der offiziellen Antragstellung vorausgehenden Jahres mitzuteilen und zu einem frühen Zeitpunkt den Kontakt zum Ausschuss für Wirtschaft und Währung des EP zu suchen, um das gesamte Verfahren der Einführung der gemeinsamen Währung zu erleichtern.
In der heutigen Debatte unterstrich der Berichterstatter des EP, Werner LANGEN (CDU), dass der Euro "zweifellos ein sehr erfolgreiches Projekt" ist. Er sei stabil nach innen und außen: Nach innen mit niedrigen Inflationsraten, nach außen durch die Tatsache, dass er zur zweiten Währung geworden und sehr stabil gegenüber dem Dollar sei.
Für die Einführung des Euro in Zypern stimmten 585 Abgeordnete, 14 stimmten dagegen, 90 enthielten sich.
Für die Einführung des Euro in Malta stimmten 610 Abgeordnete, 12stimmten dagegen, 74 enthielten sich.
REF: 20070615IPR07903
