Europäisches Parlament

Choisissez la langue de votre document :

Pressemitteilung
 

EP verabschiedet "Erasmus Mundus II"-Programm

Bildung - 21-10-2008 - 14:05
Plenartagung
Empfehlen

Das Europäische Parlament hat heute das Programm "Erasmus Mundus" auf den Weg gebracht. Das Programm dient der Zusammenarbeit und Mobilität im Bereich der Hochschulbildung und hat zum Ziel, die EU weltweit als Exzellenzzentrum des Lernens zu fördern. Ein Budget von 950 Mio. Euro ist für den Zeitraum von 2009 bis 2013 vorgesehen. "Erasmus Mundus" ist nicht zu verwechseln mit dem Erasmus-Programm, das die Mobilität von EU-Studenten fördert.

Erasmus Mundus soll hoch qualifizierte, ausländische Studenten und Akademiker anwerben, nach Europa zu kommen. Die erste Phase des Programms läuft seit 2004, die zweite soll 2009 starten und ist bis 2013 angesetzt. Die Halbzeitbewertung des laufenden Programms zeigt dessen Erfolg: Im Zeitraum von 2004 bis 2008 wurden 4424 Stipendien an Studenten aus Drittländern vergeben, 323 (davon 265 europäische) Universitäten nahmen teil.
 
Der Exzellenzansatz, von dem die erste Stufe des Programms getragen war, soll fortgesetzt werden. Darüber hinaus zielt das neue Programm darauf ab, die interkulturelle Verständigung und die Zusammenarbeit mit Drittländern zu fördern und ihre Entwicklung im Bereich der Hochschulbildung voranzubringen.
 
Die wichtigsten neuen Gesichtspunkte, verglichen mit dem Vorgängerprogramm, sind die Miteinbeziehung von gemeinsamen Promotionsstudiengängen, erhöhte Stipendien und intensivierte strukturelle Kooperation mit Hochschulen in Drittländern.
 
Das Programm beinhaltet drei Aktionen:
 
Aktion 1: Gemeinsame Master- und Promotionsstudiengänge
 
Die Aktion beinhaltet gemeinsame Master- und Promotionsstudiengänge. Ziel ist die Förderung der Exzellenz der europäischen Hochschulbildung in der Welt. Die gemeinsamen Programme werden durch ein Hochschulkonsortium aus mindestens drei europäischen Ländern erarbeitet, in das auch Hochschuleinrichtungen aus verschiedenen Drittländern mit einbezogen werden können. Konsortien von mindestens fünf Hochschulen können für den Zuschuss anfragen. Studenten, die an diesen Kursen teilnehmen, können ein Stipendium erhalten. Studenten aus Drittländern sollen höhere Stipendien erhalten als EU-Studenten.
 
Aktion 2: Erasmus Mundus-Partnerschaft
 
Die Aktion ermöglicht Partnerschaften mit Hochschuleinrichtungen aus Drittländern, einschließlich der Gewährung von Stipendien. Diese externe Zusammenarbeit dient dem Ziel, Studierenden aus Drittländern zu ermöglichen, nach Europa zu kommen, ohne ein Masterprogramm absolvieren zu müssen.
 
Die Partnerschaften beziehen mindestens fünf Hochschuleinrichtungen aus mindestens drei europäischen Ländern und mehrere Einrichtungen aus Drittländern ein.
 
Aktion 3: Kommunikations- und Informationsmaßnahmen
 
Die Aktion beinhaltet spezifische Kommunikations- und Informationsmaßnahmen. Diese Aktion soll die Sicherheit des europäischen Hochschulwesens im internationalen Rahmen verbessern.
 
 
623 Abgeordnete stimmten für das Programm, 56 dagegen, 5 enthielten sich.
 
 
REF: 20081020IPR40049