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Unbezahlt aber wertvoll: Europäisches Jahr 2011 soll für freiwilliges Engagement werben

Umwelt - 08-12-2009 - 19:03
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Ein ehreamtlicher Mitarbeiter in einem Resto du Coeur in Straßburg ©BELGA/AFP/FREDERICK FLORIN

Ein ehreamtlicher Mitarbeiter in einem Resto du Coeur in Straßburg ©BELGA/AFP/FREDERICK FLORIN

Freiwilliges und ehrenamtliche Engagement ist „Ausdruck der aktiven Bürgerschaft und der Demokratie“, betont das EU-Parlament und unterstützt nachdrücklich den Vorschlag, 2011 zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit auszurufen. Die Abgeordneten haben sich in der vergangenen Woche auch dafür ausgesprochen, das Budget für das Aktionsjahr deutlich aufzustocken. Gleichsam betonte das Parlamentsplenum in seiner Resolution, dass Freiwillige keine bezahlten Jobs ersetzen dürften.

Im Bericht des italienischen Abgeordneten Marco Scurria (Europäische Volkspartei, EVP) wird „Freiwilligentätigkeit" als jede Art der freiwilligen Tätigkeit, definiert, die aus freiem Willen, eigener Wahl und eigenem Antrieb von einer Person ausgeübt wird und nicht auf finanziellen Gewinn ausgerichtet ist“.
 
Solcherlei Engagement komme „der Gesellschaft als Ganzes zugute“ und ermögliche „dem Einzelnen“ sich für menschliche, soziale oder umweltpolitische Bedürfnisse und Belange einzusetzen. Freiwilligentätigkeiten stellten außerdem wertvolle nicht-formale Lernerfahrungen dar.
 
Dabei betont der Bericht auch die Rolle der Organisationen, die die Freiwilligen Dienste und ehrenamtliche Arbeit ermöglichen und unterstützen.
 
„Die Freiwilligentätigkeit ersetzt keinen professionellen, bezahlten Arbeitsplatz, sondern bietet der Gesellschaft einen Mehrwert aufgrund ihrer sozialen und kulturellen Zielsetzungen“ heißt es in dem vom Plenum mit großer Mehrheit angenommenen Text.
 
Auch in der Plenardebatte unterstrichen mehrere Abgeordnete die vitale Rolle die freiwilliges Engagement für die Demokratie und den sozialen Zusammenhalt spielen. Freiwilligkeit und freiwillige Zusammenschlüssen von Bürgern würden umgekehrt in unfreien Gesellschaften systematisch unterdrückt, so der italienische Abgeordnete Mario Mauro, der gleichsam dazu aufrief, dass sich die EU weltweit auch weiterhin für die Vereinigungsfreiheit einsetzt.
 
Während die Kommission finanzmittel für das Aktionsjahr von 6 Millionen Euro vorgeschlagen hat, halten die Parlamentarier 10 Millionen für angemessen.
 
REF: 20091207STO66061

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