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Gesundheitsversorgung für Afrika

Entwicklung und Zusammenarbeit - 23-07-2010 - 10:44
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Eine flächendeckende Gesundheitsversorgung könnte vielen Afrikanern helfen ©BELGA/Xinhua/Xu Suhui

Schulkind in Nairobi, Kenia ©BELGA/Xinhua/Xu Suhui

Das Finale der Fußballweltmeisterschaft ist vorbei, und das Leben in Afrika nimmt wieder seinen gewohnten Lauf. Doch hier herrscht oft alles andere als „fair play“: die Lebenserwartung eines Afrikaners kann um bis zu 40 Jahre geringer sein als die eines Europäers. Korruption, extreme Armut, Kriege und Naturkatastrophen - die Gründe dafür sind vielfältig. Trotz einer EU, die gerade mit der globalen Finanzkrise kämpft, bestehen die Europa-Abgeordneten auf die Notwendigkeit der Hilfe für Afrika.

„Hier geht es nicht um irgendwelche ideologischen Differenzen, sondern um die Rettung von Menschenleben“, sagte die belgische Europa-Abgeordnete Véronique De Keyser (Sozialisten & Demokraten) während der Präsentation ihres Berichtsentwurfs am 13. Juli im Entwicklungsausschuss.
 
Gesundheit keine Priorität
 
Mindestens 0,7 % ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) sollten europäische Staaten 2010 für Entwicklungszusammenarbeit aufbringen, doch die weltweite Finanzkrise verleitet viele Länder dazu, das Versprechen nicht einzuhalten, heißt es in dem Berichtsentwurf.
 
Außerdem habe Gesundheit traditionell keine Priorität - die Hälfte der Gelder für Entwicklungszusammenarbeit wird in Bildungsprojekte gesteckt.
 
Ein Problem ist vor allem das Fehlen von Infrastruktur. Krankenhäuser seien schlicht und einfach zu weit weg, meint De Keyser, die vor Jahren selbst einmal als Krankenschwester in einem afrikanischen Krankenhaus gearbeitet hat.
 
Der luxemburgische Europa-Abgeordnete Charles Goerens (Liberale & Demokraten) sprach das Problem der fehlenden Arbeitskräfte an. Ärzte würden wegziehen, da sie schlecht bezahlt würden und keine Erfahrungen sammeln könnten. Um dem abzuhelfen, sollte die Kommission Trainingsprogramme fördern, meinte die slowakische Abgeordnete Anna Záborská (Europäische Volkspartei).
 
Was kann die EU tun?
 
Die Ziele sind klar: Eine funktionierende Gesundheitsvorsorge und Zugang zu Behandlung und Medikamenten für alle. Doch was soll konkret getan werden, um diese Ziele zu erreichen?
 
Der britische Europa-Abgeordnete Michael Cashman (Sozialisten & Demokraten) hat einen Bericht  zu den UN-Milleniumszielen verfasst, der im Juni vom Parlament bekräftigt wurde. Cashman meinte im Entwicklungsausschuss, man solle die in Ländern wie Schweden und Irland gängigen Modelle einer universalen Gesundheitsversorgung in Betracht ziehen.
 
In Sri Lanka etwa habe sich die Sterblichkeitsrate der von westlichen Ländern angeglichen, nachdem man eine kostenlose Gesundheitsversorgung und Standards für Vorsorgemaßnahmen einführte, merkte der britische Abgeordnete Nirj Deva (Europäische Konservative & Reformisten) an.
 
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