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 Index 
 Vollständiger Text 
Verfahren : 2014/2696(RSP)
Werdegang im Plenum
Entwicklungsstadien in Bezug auf das Dokument :

Eingereichte Texte :

RC-B7-0388/2014

Aussprachen :

PV 17/04/2014 - 13.3
CRE 17/04/2014 - 13.3

Abstimmungen :

PV 17/04/2014 - 14.3
CRE 17/04/2014 - 14.3

Angenommene Texte :

P7_TA(2014)0462

Plenardebatten
Donnerstag, 17. April 2014 - Straßburg Überprüfte Ausgabe

13.3. Lage in Nordkorea
Video der Beiträge
PV
MPphoto
 

  Gerald Häfner, Verfasser . - Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich bin über 20 Jahre verteilt mehrmals in Nordkorea gewesen, und das war eine der prägendsten Erfahrungen meines Lebens, eine solche Diktatur von innen erlebt zu haben. Es war mit ein Erfolg unseres Parlaments, dass die Vereinten Nationen einen Untersuchungsausschuss zu Nordkorea gebildet haben, der nun mit einem sehr klaren Ergebnis vor die Weltöffentlichkeit getreten ist.

Das Ergebnis ist, dass es nicht nur systematische, massive Verletzungen von Menschenrechten gibt, sondern, noch präziser benannt: Ausrottung, Mord, Versklavung, Folter, Inhaftierung, Vergewaltigung, Zwangsabtreibung, andere Formen sexueller Gewalt, Verfolgung aus politischen, religiösen, ethnischen, geschlechtsspezifischen Gründen, Zwangsumsiedlung von Bevölkerungsgruppen, Verschleppen von Personen anderer Staatsangehörigkeit, unmenschliche Strafen, es werden Lager unterhalten, wie sie den grausamsten Lagern des vergangenen Jahrhunderts gleichen.

Ich glaube, wir müssen nicht nur die Regierung und die Führung in Nordkorea sehr deutlich auffordern, all diese Menschenrechtsverletzungen sofort zu beenden und die Menschenrechte zu respektieren, sondern auch Russland und insbesondere China auffordern, ihre Politik gegenüber Nordkorea zu überdenken. Wir müssen die Kommission und den EAD auffordern, dieses Thema nicht mehr von der Tagesordnung zu nehmen, und einfach alles tun, was wir können, um das weiter in der Weltöffentlichkeit anzuprangern und auf eine Veränderung hinzuwirken.

Ich möchte zum Schluss, weil das meine letzte Rede ist, eines sagen: Der Mensch ist nicht für den Staat da, sondern der Staat für den Menschen. Die Würde jedes einzelnen Menschen ist der Ausgangspunkt allen Rechts und aller staatlichen Gewalt. Ich wünsche mir eine Welt, in der wir in Freiheit, unter Gleichen und brüderlich unsere Rechte und Verhältnisse gestalten – in Europa, in Nordkorea und überall. Ich freue mich, dazu beitragen zu können, dazu beigetragen zu haben. Ich wünsche allen Kollegen, die diese verantwortungsvolle Arbeit in Zukunft hier auf sich nehmen werden, weiter daran mitzuwirken, dass dies überall auf der Welt möglich wird.

 
Letzte Aktualisierung: 16. Juni 2014Rechtlicher Hinweis