Werdegang im Plenum
Entwicklungsstadium in Bezug auf das Dokument : O-000029/2017

Eingereichte Texte :

O-000029/2017

Aussprachen :

PV 03/07/2017 - 15
PV 06/07/2017 - 15

Abstimmungen :

Angenommene Texte :


Parlamentarische Anfragen
12. April 2017
O-000029/2017
Große Anfrage zur schriftlichen Beantwortung mit Aussprache
an die Kommission
Artikel 130b der Geschäftsordnung
Monika Smolková, Olga Sehnalová, Pavel Poc, Eric Andrieu, Hilde Vautmans, Brian Hayes, Lynn Boylan, Petras Auštrevičius, Karoline Graswander-Hainz, Alfred Sant, Petri Sarvamaa, Momchil Nekov, Bogusław Liberadzki, Marian Harkin, Stanislav Polčák, Boris Zala, Pirkko Ruohonen-Lerner, Matt Carthy, Martina Anderson, Liadh Ní Riada, Branislav Škripek, Bronis Ropė, Anna Záborská, Miroslav Mikolášik, Nessa Childers, Biljana Borzan, Jiří Pospíšil, Luke Ming Flanagan, Dubravka Šuica, Maria Arena, Vladimír Maňka, Ulrike Müller, Kateřina Konečná, Bart Staes, Pál Csáky, József Nagy, Annie Schreijer-Pierik, Norica Nicolai, Davor Škrlec, Martin Häusling, Sirpa Pietikäinen, Ivan Štefanec

 Betrifft: Große Anfrage - Konsequenzen des Skandals um die Einfuhr von Fleisch aus Brasilien
 Antwort 

In den vergangenen Wochen sind beunruhigende Informationen über unlautere Handelspraktiken vonseiten brasilianischer Fleischverarbeitungsunternehmen aufgetaucht. Es hat sich herausgestellt, dass die größten Fleischkombinate jahrelang Rind- und Geflügelfleisch in die ganze Welt exportiert haben, das den Qualitätsstandards nicht entsprochen hat. Wie es heißt, wurde verdorbenes Fleisch mit Chemikalien präpariert, der Umfang des Fleisches wurde durch die Zugabe von Pappe erhöht, und in einigen Proben wurden sogar Spuren von Salmonellen festgestellt. Alle diese unerlaubten Machenschaften sollen mithilfe von Korruption von den brasilianischen Kontrollorganen nicht aufgedeckt worden sein.

Laut der Aussage des EU-Kommissars für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Vytenis Andriukaitis, vor dem Plenum des Europäischen Parlaments vom 3. April 2017 verfügt die EU weltweit über die höchsten Standards für Lebensmittelsicherheit. Trotzdem haben nationale Kontrollorgane der Mitgliedstaaten mehrere Fälle von verdorbenem oder minderwertigem Fleisch aufgedeckt, das auf den EU-Binnenmarkt gelangte.

Da Kommissar Andriukaitis keine befriedigenden Antworten auf die Fragen des AGRI-Ausschusses geben konnte, bestehen weiterhin Zweifel an der Unbedenklichkeit der in den europäischen Markt eingeführten Lebensmittel.

1. Wie kann die Kommission den EU-Bürgern garantieren, dass sich unlautere Praktiken in der Lieferkette von Lebensmitteln nicht wiederholen werden?

2. Wie ist es angesichts der Tatsache, dass die Ermittlungen gegen brasilianische Unternehmen zwei Jahre gedauert haben, möglich, dass EU-Kontrollorgane auf diese unlauteren Praktiken nicht aufmerksam geworden sind?

3. Welche Anforderungen wird man im Rahmen der laufenden Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen der EU und Mercosur an die brasilianischen Fleischproduzenten stellen, wenn man berücksichtigt, dass an die europäischen Fleischproduzenten immer höhere sanitäre Anforderungen gestellt werden?

Originalsprache der Anfrage: SK
Letzte Aktualisierung: 12. Mai 2017Rechtlicher Hinweis