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Parlamentarische Anfragen
3. Juli 2002
E-1927/02
SCHRIFTLICHE ANFRAGE von Torben Lund (PSE) an die Kommission

 Betrifft:  Verbot der Verwendung von Amalgam und Quecksilber beim Menschen
 Antwort(en) 

Neue Untersuchungen zeigen, dass die Verwendung von Amalgam für Zahnfüllungen und Quecksilber für andere Zwecke beim Menschen, u. a. in Impfstoffen, erhebliche Gesundheitsrisiken birgt. Quecksilber ist schädlich für das Nervensystem, kann zu Gelenk- und Muskelschmerzen führen und schwere allergische Reaktionen auslösen.

Vor kurzem wurden wissenschaftliche Untersuchungen vorgelegt, aus denen offenbar hervorgeht, dass Quecksilber in Grippeimpfstoffen die Entwicklung der Alzheimer-Krankheit bei älteren Menschen fördern kann. Die Verwendung von Quecksilber stellt im übrigen ein ernsthaftes Abfallproblem dar.

Kann die Kommission vor diesem Hintergrund mitteilen, welche Maßnahmen im Rahmen der EU bereits eingeleitet wurden, um Bürger und Umwelt gegen die schädlichen Auswirkungen der Verwendung von Quecksilber beim Menschen zu schützen?

Welche Maßnahmen gedenkt die Kommission zu ergreifen? Ist die Kommission bereit, die Verwendung von Amalgam und Quecksilber beim Menschen aus gesundheitlichen und umweltpolitischen Gründen zu untersagen? Kann die Kommission bestätigen, dass Quecksilberabfälle aus Zahnarztkliniken in versiegelten Behältnissen vernichtet werden, die als "äußerst giftig" gekennzeichnet sind? Falls nicht, wie werden dann Quecksilberabfälle aus Zahnarztpraxen behandelt?

Originalsprache der Anfrage: DAABl. C 92 E vom 17/04/2003 (S. 118)
Letzte Aktualisierung: 15. April 2003Rechtlicher Hinweis