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Parlamentarische Anfragen
18. Dezember 2008
E-6715/08
SCHRIFTLICHE ANFRAGE von Kathy Sinnott (IND/DEM) an die Kommission

 Betrifft: Quecksilberhaltige zahnmedizinische Amalgame
 Antwort(en) 

Quecksilberhaltige Amalgame werden von Zahnärzten bei Millionen von Menschen weltweit üblicherweise für Zahnfüllungen verwendet. Quecksilber kann beim Menschen erwiesenermaßen zu Tremor, emotionalen Veränderungen (z. B. Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Nervosität, übermäßige Schüchternheit), Schlaflosigkeit, neuromuskulären Veränderungen (wie Schwäche, Muskelatrophie, Zuckungen), Kopfschmerzen, Wahrnehmungsstörungen, veränderten Nervenreaktionen und Leistungsdefiziten bei Tests der kognitiven Funktionen führen.

Die meisten nationalen Gesundheitsministerien vertreten die Auffassung, dass quecksilberhaltige zahnmedizinische Amalgame vollkommen sicher seien. Im vergangenen Jahr haben Norwegen, Schweden und Dänemark jedoch die Verwendung von quecksilberhaltigen zahnmedizinischen Amalgamen verboten, weil sie diese nunmehr als gefährliche Toxine einstufen. Auch die US Food and Drug Administration hat alle schriftlichen Erklärungen, nach denen quecksilberhaltige zahnmedizinische Amalgame sicher seien, zurückgezogen.

Wie steht die Kommission zur Verwendung von quecksilberhaltigen zahnmedizinischen Amalgamen? Sind der Kommission hierzu kontroverse Stellungnahmen zugegangen? Beabsichtigt die Kommission, falls sie diese Amalgame für nicht sicher hält, ihre einschlägige Politik zu ändern?

Originalsprache der Anfrage: ENABl. C 316 vom 23/12/2009
Letzte Aktualisierung: 23. Dezember 2008Rechtlicher Hinweis