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Parlamentarische Anfragen
4. Februar 2009
E-0518/09
SCHRIFTLICHE ANFRAGE von Françoise Grossetête (PPE-DE) an die Kommission

 Betrifft: Dentalamalgam
 Antwort(en) 

Im Rahmen des französischen EU-Ratsvorsitzes 2008 stellte der Alzheimer-Plan ein echtes prioritäres Anliegen dar.

Zahlreiche Forscher wie Professor Boyd Haley von der Universität Kentucky untersuchen im Zusammenhang mit degenerativen Erkrankungen durch Quecksilber im Hirngewebe verursachte Schädigungen und richten ihre Anstrengungen dabei vornehmlich auf die Erforschung des Autismus und der Alzheimer-Krankheit. Sie behaupten, dass die Belastung des menschlichen Organismus durch Quecksilber in der westlichen Welt nachweislich vom Dentalamalgam herrührt und nicht aus der Umwelt oder vom Verzehr von Fisch, wie man glauben möchte. Sie behaupten außerdem, dass jeder fähige Chemiker in der Lage sei, die Quecksilberemissionen aus Dentalamalgam zu ermitteln, und es unvernünftig sei, diesen Aspekt der Quecksilberexposition nicht zu beachten. Die in Frankreich vom INSERM ausgezeichnete Arbeit von Dr. Amouyel, Leiter der Abteilung Epidemiologie und öffentliche Gesundheit des Institut Pasteur, hat die Präsenz des ApoE4-Gens auf bestimmten Chromosomen nachgewiesen und aufgezeigt, dass Träger des ApoE4-Gens im Vergleich zu anderen mit vierfacher Wahrscheinlichkeit eine Alzheimer-Erkrankung entwickeln, da dieses Gen die Ausscheidung von Quecksilber hemmt und dessen Anreicherung im Gehirn fördert.

Weshalb akzeptiert es die Kommission, dass die in der Zahnmedizin verwendeten Metalllegierungen als qualitativ hochwertiges Material gelten, obwohl sie Schwermetall enthalten? Luxemburg fordert das Verbot von Dentalamalgam. Könnte die Kommission nicht die finanzielle Förderung der Erforschung eines Füllmaterials mit gleicher Haltbarkeit und gleicher einfacher Handhabbarkeit in Erwägung ziehen?

Originalsprache der Anfrage: FRABl. C 189 vom 13/07/2010
Letzte Aktualisierung: 11. Februar 2009Rechtlicher Hinweis