Zum Portal des Europäischen Parlaments zurückkehren

Choisissez la langue de votre document :

Parlamentarische Anfragen
22. Februar 2017
E-001193-17
Anfrage zur schriftlichen Beantwortung
an die Kommission
Artikel 130 der Geschäftsordnung
Nicola Caputo (S&D) , Louis Michel (ALDE) , Bart Staes (Verts/ALE) , Martin Häusling (Verts/ALE) , Lynn Boylan (GUE/NGL) , Maite Pagazaurtundúa Ruiz (ALDE) , Bas Eickhout (Verts/ALE) , Nessa Childers (S&D) , Martina Anderson (GUE/NGL) , Gilles Pargneaux (S&D) , Keith Taylor (Verts/ALE) , Carolina Punset (ALDE) , Tibor Szanyi (S&D) , Claudiu Ciprian Tănăsescu (S&D) , Robert Rochefort (ALDE) , José Inácio Faria (PPE) , Eric Andrieu (S&D) , Michèle Rivasi (Verts/ALE) , Anja Hazekamp (GUE/NGL) , Brando Benifei (S&D) , Momchil Nekov (S&D) , Doru-Claudian Frunzulică (S&D) , Paul Brannen (S&D) , Sirpa Pietikäinen (PPE) , Laurenţiu Rebega (ENF)

 Betrifft:  Chemikalien mit endokriner Wirkung
 Antwort(en) 

In mehr als 1 300 Studien wurde ein Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber Chemikalien mit endokriner Wirkung und ernsten Gesundheitsproblemen wie Unfruchtbarkeit, Diabetes, Fettleibigkeit, hormonell bedingten Krebserkrankungen und neurologischen Störungen festgestellt.

Der jüngste Vorschlag der Kommission ist keine Verbesserung gegenüber den vorherigen Vorschlägen. Darin wird ein unrealistisch hohes Maß an wissenschaftlichen Nachweisen in Bezug auf endokrine Disruptoren gefordert, und es werden Ausnahmeregelungen für einige chemische Stoffe vorgesehen, die außer Acht lassen, dass chemische Stoffe die Funktionsweise des Hormonsystems direkt oder indirekt ändern können, wodurch die Möglichkeit, Chemikalien mit endokriner Wirkung zu ermitteln und zu regulieren, stark eingeschränkt wird.

Dieser Vorschlag wird von den Fragestellern entschieden abgelehnt, da darin umfassende Ausnahmeregelungen vorgesehen sind, die die Tatsache unberücksichtigt lassen, dass ein chemischer Stoff das Hormonsystem beeinträchtigen kann. Die Einführung eines Systems mit verschiedenen Kategorien auf der Grundlage der Menge der vorhandenen Nachweise, die belegen, wie einzelne chemische Stoffe als endokrine Disruptoren wirken, wird von den Fragestellern befürwortet, damit Chemikalien mit endokriner Wirkung wirksam und im Einklang mit dem Stand der Wissenschaft ermittelt werden können. Dieser Ansatz wäre mit dem Klassifizierungssystem, das für krebserzeugende Stoffe eingesetzt wird, vergleichbar. Mit einem System, das in Kategorien untergliedert ist, wäre es möglich, festzulegen, welchen Chemikalien im Hinblick auf die Bewertung und Regulierung Vorrang einzuräumen ist, und es könnten auch neue Daten aufgenommen werden, wenn mehr Studien veröffentlicht werden.

Kann die Kommission vor diesem Hintergrund darlegen, ob sie beabsichtigt, Kategorien für die Ermittlung von Chemikalien mit endokriner Wirkung einzufügen?

Originalsprache der Anfrage: EN 
Letzte Aktualisierung: 8. März 2017Rechtlicher Hinweis