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Parlamentarische Anfragen
11. Juli 2017
E-004664-17
Anfrage zur schriftlichen Beantwortung
an die Kommission
Artikel 130 der Geschäftsordnung
Martin Häusling (Verts/ALE)

 Betrifft:  Verwendung von Gemüsesaftkonzentrat in Biofleischwaren
 Antwort(en) 

Verwendung von Gemüsesaft(konzentrat) in Fleischwaren

Das Bundesverwaltungsgericht hat 2015 entschieden, dass Fleisch‐ und Wurstwaren nicht mit natürlichem Gemüsesaftkonzentrat hergestellt werden dürfen, das anstatt von herkömmlichem und gesundheitlich umstrittenem Nitritpökelsalz verwendet wurde. Das Gericht hat Gemüsesaftkonzentrat als verbotenen Zusatzstoff eingeordnet. Diese Entscheidung ist für die Interessen der Verbraucher, aber auch für die Bemühungen der europäischen Institutionen um eine gesündere und natürliche Lebensweise und Lebensmittelproduktion eine herbe Niederlage. Auch wird die Verwendung von Gemüsesaft in Fleischerzeugnissen nicht in allen EU-Ländern einheitlich gehandhabt. Beispielsweise in Baden-Württemberg verbieten die Behörden dieses Verfahren generell, obwohl absolute Verkehrsverbote nur zum Gesundheitsschutz zulässig sind. Es wird um Klarstellung folgender Punkte gebeten:
1. Unter welchen Voraussetzungen sind Gemüsesäfte/Gemüsesaftkonzentrate als Lebensmittel und nicht als erlaubnispflichtige Zusatzstoffe einzuordnen, und unter welchen Voraussetzungen ist die Verwendung von Starterkulturen, bei denen eine Fermentation erst im Endprodukt stattfindet, in Verbindung mit Gemüsesaft/Gemüsesaftkonzentrat zulässig?
2. Können Gemüsesäfte/Gemüsesaftkonzentrate (wie färbende Lebensmittel) unter den Ausnahmetatbestand des Artikel 3 VO (EG) Nr. 1333/2008 eingeordnet werden, so dass ihre Verwendung zulässig ist, oder findet auch hier die sog. abstrakte Betrachtungsweise Anwendung?
3. Wie kann gewährleistet werden, dass der Verbraucher nicht irregeführt wird, wenn Nitrit oder Gemüsekonzentrat nicht als Konservierungsmittel, sondern zur Umrötung von Wurstwaren oder Erzielung eines Pökelgeschmacks verwendet wird?
Letzte Aktualisierung: 31. Juli 2017Rechtlicher Hinweis