22. Applikazzjoni tad-Direttiva 2004/38/KE dwar id-drittijiet taċ-ċittadini ta’ l-Unjoni u tal-membri tal-familja tagħhom biex jiċċaqilqu u jgħixu liberament fit-territorju ta’ l-Istati Membri (preżentazzjoni qasira)
Le Président. - L'ordre du jour appelle une brève présentation du rapport d'Adina-Ioana Vălean, au nom de la commission des libertés civiles, de la justice et des affaires intérieures, sur l'application de la directive 2004/38/CE relative au droit des citoyens de l'Union et des membres de leurs familles de circuler et de séjourner librement sur le territoire des États membres (2008/2184(INI)) (A6-0186/2009).
Adina-Ioana Vălean, rapporteur. − Mr President, of all the fundamental rights granted to EU citizens, the one that helps unite all of us the most is the right of freedom of movement in the European Union.
That right, provided for in the Treaties, is implemented by Directive 2004/38/EC, which lays down both the conditions and the restrictions for EU citizens and their family members to move and reside freely within the territory of the EU.
As of 1 January 2006, over 8 million EU citizens have exercised this right to reside in another Member State, and millions more have used it to travel through the EU.
As the European Parliament rapporteur on the evaluation of this Directive, I must say that the concrete application of the right of free movement for our citizens is seriously undermined by Member States which erect dams in breach of the Treaties and of the Directive.
First, talking about the transposition by Member States, we can say it has been poor at best. The Commission, along with two separate studies commissioned by Parliament, points to a series of problems, some of them being breaches of the core rights of EU citizens. These problems are highlighted in my report.
There are many unjustified administrative burdens, particularly for third-country-national family members, which include: entry requirements and lengthy procedural delays; a lack of recognition of free movement rights for certain registered partners, including those in same-sex relationships; public policy exceptions to serve economic or security aims which ignore the principle of proportionality, resulting in abuses of expulsion orders; and discrimination against certain nationals and ethnic communities in relation to the rights they should be granted by the Directive.
Second, to those who chose to focus solely on abuses and misuses of this right, I agree that these issues are important, but I say that Article 35 of the Directive already provides Member States with the possibility to fight against those abuses, such as marriages of convenience or fraud – one just has to implement it.
I also want to mention that I have constructively cooperated with national parliaments, the Commission and the Committee on Legal Affairs rapporteur, Monica Frassoni, who all share my concern over the aforementioned transposition problems and the need for all parties to help to resolve them immediately.
My report also calls for a number of measures aimed at providing solutions. One of the most important and immediate steps that must be taken is the creation by the Commission of comprehensive transposition guidelines. Those guidelines would serve to provide clarity in the interpretation of such notions as ‘sufficient resources’ and ‘public security’. Once this has been done, it will be up to the Member States to implement those guidelines, preferably by the end of 2009.
Discriminatory transitional agreements that restrict the movement of workers from Member States that joined the EU after 2004 must finally be repealed or revised.
More funding must be allocated to help local integration measures for EU citizens residing in other Member States and, finally, the Commission must not hesitate to open infringement proceedings against Member States who are not complying with the Directive.
We have to recognise that Member States need finally to correctly apply and transpose the Directive so that these and other problems are resolved expediently. They should not try to escape their duties in ensuring free movement by asking for a revision to water down the Directive. The European Parliament firmly opposes such revision and thanks the Commission for doing the same.
It is time for the Member States and the Council to ensure that Europe is a place where not only capital, services and goods, but also our citizens, can circulate. Without free movement, there is no Europe.
Let me conclude by saying that I shall move a revised oral amendment to a footnote in my report in order to take away any excuse for those who oppose free movement on a nationalistic, racist or xenophobic basis, but who do not dare to declare it openly, to vote against my report.
With the roll-call vote tomorrow, we will see who supports Europe and European citizenship, free movement and citizens’ rights without discrimination, and who does not.
Günter Verheugen, Vizepräsident der Kommission. − Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich möchte Ihnen, Frau Berichterstatterin, wirklich aufrichtig für einen bemerkenswerten Bericht danken, und ich möchte Ihnen auch danken für die ausgezeichnete konstruktive Zusammenarbeit in einem sehr schwierigen und sensiblen Bereich.
Der freie Personenverkehr ist eine der fundamentalsten Freiheiten im europäischen Binnenmarkt. Der freie Personenverkehr begründet das Funktionieren des Binnenmarktes und begründet damit auch die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft. Man muss ganz klar sehen, dass Mängel bei der Durchführung des Gemeinschaftsrechts in diesem Bereich tatsächlich einen Verstoß gegen die elementaren Grundsätze bedeuten, die das Fundament Europas bilden. Es handelt sich also um eine absolut zentrale Frage.
Ich begrüße deshalb den Bericht, der den am 10. Dezember 2008 angenommenen Bericht der Kommission über die Anwendung der Richtlinie 2004/38/EG ergänzt. Ich freue mich, dass praktisch alle Ergebnisse des Berichts des Europäischen Parlaments mit den Ergebnissen des Berichts der Kommission übereinstimmen.
Ich denke, wir haben nun ein vollständiges Bild von der Umsetzung und der Anwendung der Richtlinie in den Mitgliedsländern vor Ort und ich meine, dass jetzt die Zeit gekommen ist, tatsächlich zu handeln. In dem Bericht wird herausgestellt – völlig zu Recht – dass die Zuständigkeit für die ordnungsgemäße Umsetzung und Anwendung der Richtlinie bei den Mitgliedstaaten liegt. Allerdings wird die Kommission aufgefordert, in bestimmten Bereichen tätig zu werden. Lassen Sie mich daher erläutern, wo die Kommission in diesem Zusammenhang ihre unmittelbaren Prioritäten sieht.
Die Kommission legt großen Wert darauf, dass die Richtlinie vollständig und korrekt angewendet wird. Es ist eine der Prioritäten des 25. Jahresberichts der Kommission über die Kontrolle der Anwendung des Gemeinschaftsrechts 2009.
Die Kommission wird auch weiterhin Anstrengungen unternehmen, um zu gewährleisten, dass die Richtlinie in der gesamten Union einwandfrei umgesetzt und angewandt wird. In den kommenden Monaten werden wir bilaterale Treffen mit den Mitgliedstaaten durchführen, um die äußerst zahlreichen Fälle fehlerhafter Umsetzung und Anwendung zu besprechen. Sollten sich keine zufriedenstellenden Fortschritte erzielen lassen, wird die Kommission nicht zögern, unverzüglich Vertragsverletzungsverfahren gegen die betroffenen Mitgliedstaaten einzuleiten.
Die Kommission beabsichtigt, sowohl den Mitgliedstaaten als auch den Bürgerinnen und Bürgern selbst, Information und Hilfe anzubieten. Das soll z. B. dadurch geschehen, dass Leitlinien zu einer Reihe von Fragen herausgegeben werden, die sich bei der Umsetzung oder Anwendung der Richtlinie als problematisch erwiesen haben, beispielsweise die Frage der Ausweisung und die Bekämpfung von Missbräuchen. In den Leitlinien werden auch solche Themen behandelt werden, die in dem Bericht des Parlaments als schwierig erkannt sind.
Die Kommission wird auf technischer Ebene in den Sachverständigengruppen weiter mit den Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, um Schwierigkeiten zu definieren und Fragen der Auslegung der Richtlinie zu klären.
Hier muss ich allerdings sagen, Frau Abgeordnete, dass sich die Kommission dem Vorschlag Nr. 23 nicht anschließen kann. Der Vorschlag Nr. 23 sieht vor, dass Sachverständigenteams Besuche vor Ort durchführen sollen und dass aufgrund dieser Besuche ein gegenseitiges Bewertungssystem eingeführt werden soll. Ich muss Sie darauf hinweisen, dass solche gegenseitigen Überprüfungen gewöhnlich im Rahmen der dritten Säule durchgeführt werden, nicht aber innerhalb des Gemeinschaftsrechts. Rechts- und Verwaltungstraditionen und Lösungen, die von den Mitgliedstaaten zur Umsetzung der Richtlinie gewählt wurden, bedeuten, dass der Mehrwert solcher Überprüfungen voraussichtlich ziemlich begrenzt sein wird. Denn, wie Sie wissen, den Mitgliedstaaten steht die Wahl der Form und der Mittel zur Umsetzung von Richtlinien frei.
Die Kommission wird allerdings der Verbreitung von Informationen über die Richtlinie weiter besondere Beachtung schenken, sie wird einen aktualisierten und vereinfachten Leitfaden an die EU-Bürger verteilen und das Internet zur Informationsverbreitung nutzen. Außerdem wird sie die Mitgliedstaaten dazu anhalten und sie dabei auch unterstützen, die Bürger mittels Sensibilisierungskampagnen über ihre Rechte zu informieren.
Lassen Sie mich feststellen, dass die Kommission bereit ist, den weitaus meisten der im Bericht des Parlaments enthaltenen Vorschläge nachzukommen. Ich möchte dem Europäischen Parlament für seine Unterstützung und seine Anregungen danken, wie gewährleistet werden kann, dass diese wichtige Richtlinie korrekt angewandt wird, eine Richtlinie, bei der es um nichts weniger geht, als die korrekte Anbindung einer der vier Grundfreiheiten innerhalb der europäischen Integration.
Le Président. - Le point est clos.
Le vote aura lieu demain.
Déclarations écrites (article 142)
Alin Lucian Antochi (PSE), în scris. – Sustin in intregime raportul dnei Valean referitor la aplicarea Directivei 2004/38/CE cu atat mai mult cu cat evenimentele recent petrecute in anumite State Membre au atras atentia asupra incalcarii flagrante a uneia dintre cele patru libertati fundamentale si anume dreptul la libera circulatie si sedere a cetatenilor pe teritoriul Statelor Membre.
De asemenea, transpunerea ineficienta sau chiar lipsa de transpunere a acestei Directive in legislatia nationala a Statelor Membre a generat o serie de abuzuri in aria formalitatilor administrative si a interpretarii restrictive a dispozitiilor legislative privind notiunea de "sedere ilegala", culminand cu detentia si expulzarea injusta a cetatenilor europeni. Cu toate acestea, solutia nu este o inchidere a granitelor, ci ea trebuie cautata mai degraba in masuri concrete care sa faciliteze integrarea cetatenilor in diversitatea societatilor europene.
Consider ca raportul in discutie va avea o contributie semnificativa la monitorizarea transpunerii normelor prevazute de aceasta Directiva daca Statele Membre si Comisia vor reusi sa conlucreze si coopereze in acest sens.
Azi, dorinta tuturor cetatenilor europeni este de a trai intr-o Uniune Europeana in care valorile fundamentale precum libera circulatie a persoanelor sa fie respectate, insa nu trebuie sa uitam ca pentru atingerea acestui scop, noi toti trebuie sa ne aducem propria contributie.