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Cycle de vie en séance
Cycle relatif au document : A7-0133/2014

Textes déposés :

Débats :

PV 10/03/2014 - 15
CRE 10/03/2014 - 15

Votes :

PV 11/03/2014 - 9.24

Textes adoptés :

P7_TA(2014)0202

Débats
Lundi 10 mars 2014 - Strasbourg Edition révisée

15. Bilan du système européen des superviseurs financiers (brève présentation)
Vidéo des interventions
PV
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  Presidente. - L'ordine del giorno reca la relazione di Sven Giegold, a nome commissione per i problemi economici e monetari, con raccomandazioni alla Commissione sul riesame del sistema europeo di vigilanza finanziaria (ESFS) (2013/2166(INL)) (A7-0133/2014).

 
  
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  Sven Giegold, Berichterstatter. - Herr Präsident, Herr Kommissar, liebe Kolleginnen und Kollegen! Zunächst möchte ich mich bei den Kollegen, insbesondere bei den Schattenberichterstattern – Frau Lulling, Herrn Sánchez Presedo –, für die gute Zusammenarbeit bei diesem Bericht herzlich bedanken. Wir haben ja vor drei Jahren schon einmal in einer etwas anderen Konstellation intensiv fraktionsübergreifend an der Schaffung der europäischen Aufsichtsbehörden für die Finanzaufsicht gearbeitet. Das war damals ein langer Prozess: 26 Triloge mit dem Rat, lange Diskussionen darum, wie wir die europäischen Aufsichtsbehörden nach der Krise so ausstatten und so effektiv machen können, dass sie tatsächlich zu einer wirksamen Finanzaufsicht führen können.

Jetzt sind nach langen, schwierigen Verhandlungen die Aufsichtsbehörden im Amt. Wir haben nach drei Jahren Bilanz gezogen. Wir haben zwei Studien in Auftrag gegeben, einmal über die sektorbezogenen Aufsichtsbehörden für Versicherungen, für Banken und für Märkte, und auf der anderen Seite über die makroprudenzielle Aufsicht. Das Ergebnis dieser Studien war höchst interessant, war auch sehr dicht bei dem, was ähnliche Studien der Kommission herausgefunden haben. Die Aufsichtsbehörden haben tatsächlich gut gearbeitet, sie haben ihre Mandate im Wesentlichen erfüllt, insbesondere bei der Gesetzgebung.

Aber wenn es um andere Rechte ging, die wir ihnen eingeräumt haben, so haben die Aufsichtsbehörden häufig ihre Arbeit nicht machen können. Dabei ging es insbesondere um die Frage: Was ist mit der Nichtumsetzung europäischen Rechts? In vielen Mitgliedstaaten wurde das europäische Recht letztlich nicht durchgesetzt. Die drei Aufsichtsbehörden haben praktisch überhaupt keine Rechtsbrüche festgestellt.

Genauso auch die verbindliche Streitschlichtung. Es ist nicht so, dass es keinen Streit mehr zwischen nationalen Aufsichtsbehörden gibt. Nur wurde die Befugnis der europäischen Aufsichtsbehörden zur verbindlichen europäischen Streitschlichtung nicht genutzt. Auch im Verbraucherschutz ist viel weniger passiert, gerade bei der Versicherungs- und der Bankenaufsichtsbehörde, als das eigentlich von uns geplant war. Mit anderen Worten: Die Studien haben festgestellt, dass wir nicht so weit gekommen sind, wie wir es eigentlich wollten.

Die makroprudenzielle Aufsicht, die für die Systemrisiken wichtig ist – auch dort haben wir wichtige Mängel festgestellt. Insbesondere ist die Behörde viel kleiner als etwa ihr US-counterpart. Sie ist auch nicht in der Lage gewesen, wirklich präventiv zu arbeiten, allerdings auch deshalb, weil wir noch mitten in der Krise stecken.

Über diese Diagnosen hinaus sagt mein Bericht auch klar: Wir haben einige Empfehlungen. Dazu gehört insbesondere, dass die Aufsichtsbehörden in die Lage versetzt werden sollen, unabhängiger von den nationalen Aufsichtsbehörden Entscheidungen zu treffen. Im Moment ist es immer noch so, dass ohne eine Entscheidung im Aufsichtsgremium der nationalen Aufseher auf europäischer Ebene nicht einmal ein Arbeitsprozess gestartet werden kann. Da wollen wir die europäischen Aufsichtsbehörden unabhängiger machen, damit die Aufsichtschefs erstmals zum Beispiel einen Prozess zur Feststellung eines Rechtsbruchs auf nationaler Ebene einleiten können.

Generell enthält der Bericht eine ganze Reihe von Vorschlägen, wie wir die Macht der europäischen Aufsichtsbehörden stärken können. Zudem schlagen wir vor, dass die Zugänge zu Daten vereinfacht werden sollen. Alle europäischen Aufsichtsbehörden sollen die gleichen Daten haben wie auch die nationalen und sollen ihre Prozesse harmonisieren, damit das eben für die Finanzunternehmen mit weniger Befolgungskosten verbunden ist. Und wir wollen generell eine Stärkung der Finanzausstattung der verschiedenen Aufsichtsbehörden.

Jetzt hat die Kommission ein Jahr Zeit, unsere Vorschläge aufzugreifen oder zu begründen, warum sie dies nicht tun will. Ich verstehe, dass der Vorschlag der Kommission kurz bevorsteht. Wir warten mit Spannung darauf, was dort auf uns zukommt. Ich würde mich freuen, wenn sich viele unserer Vorschläge, die wir fraktionsübergreifend im Wesentlichen in großem Einvernehmen erarbeitet haben, in Ihrem Vorschlag wiederfinden würden, Herr Kommissar.

 
  
 

Procedura "catch-the-eye"

 
  
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  Astrid Lulling (PPE). - Monsieur le Président, je dois dire que, comme le rapporteur, je ne vois pas seulement les trous dans le fromage en ce qui concerne les prestations et le travail des autorités européennes. D'ailleurs, dès notre premier échange de vues sur ce rapport d'initiative, il y a sept mois, j'avais mis en doute l'utilité de cet exercice, notamment en raison du fait que la Commission européenne devait présenter en janvier de cette année son rapport sur le fonctionnement des trois autorités de surveillance créées en 2010. De plus, il faut savoir et ne pas oublier que la supervision européenne est elle-même en plein bouleversement avec l'accroissement du rôle de la Banque centrale européenne dans l'union bancaire en construction.

À mon avis, ce n'est pas au Parlement européen, en tant que colégislateur à part entière, de pondre un texte qui ressemble plus à un énième rapport de consultant en ce qu'il verse trop dans le pointillisme. Avec ses vingt-cinq visas, soixante-dix-neuf considérants, quatre articles, soixante-dix-huit recommandations, quinze questions à la Commission européenne, ce rapport devient illisible et inintelligible.

Je voudrais quand même dire, Monsieur le Président, que sur le fond il n'y a pas de gouffre d'incompréhension entre les groupes politiques, mais je reste sur ma faim en ce qui concerne la forme. Elle n'est pas dans l'intérêt du Parlement.

 
  
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  Antolín Sánchez Presedo (S&D). - Señor Presidente, el establecimiento del Sistema Europeo de Supervisión Financiera en 2010 fue un hito en el proceso de reforma financiera; esta es la primera revisión. Agradezco el trabajo del ponente, señor Giegold, y la cooperación del resto de los ponentes en esta revisión, que se realiza después de la primera sentencia del Tribunal de Justicia de la Unión Europea sobre la AEVM y que, en mi opinión, debe orientarse hacia tres grandes direcciones.

En primer lugar, mejorar la transparencia, la independencia y la eficacia del Sistema, mediante el acceso directo y el intercambio automático de información, sin duplicidades, a través de la independencia presupuestaria, el reforzamiento del papel del presidente, la posibilidad de delegación ejecutiva y el perfeccionamiento de los grupos de partes interesadas.

En segundo lugar, fortalecer el mandato con nuevas previsiones sobre transparencia y gobierno corporativo de las instituciones financieras y protección del consumidor, también reforzando la iniciativa en materia de mediación y control legislativo.

En tercer lugar, contribuir a reforzar la supervisión y la gobernanza económica europea, estableciendo la igualdad de los miembros del Sistema tras la integración en el mecanismo único de supervisión y posibilitando que las recomendaciones de la Junta Europea de Riesgo Sistémico se puedan dirigir al mecanismo único de supervisión y formar parte del Semestre Europeo.

(El orador acepta responder a una pregunta formulada con arreglo al procedimiento de la «tarjeta azul» (artículo 149, apartado 8, del Reglamento))

 
  
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  William (The Earl of) Dartmouth (EFD), blue-card question. – Mr Sánchez Presedo, thank you very much for taking my question. You mentioned in your remarks what the interpreter translated as ‘automatic exchange of information’ and ‘transparency’. In your view, should automatic exchange of information and transparency include the role of Luxembourg as a tax haven for multinational companies within the European Union, and is it legitimate therefore for Mr Santer to put himself forward as a candidate for President of the Commission when he has presided over a tax haven?

 
  
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  Antolín Sánchez Presedo (S&D), respuesta de «tarjeta azul». – Yo creo que son los partidos políticos y los ciudadanos los que tienen que establecer sus procesos democráticos y yo, evidentemente, soy partidario de que las autoridades que forman parte del Sistema Europeo de Supervisión Financiera puedan llegar a intercambiar la información de una forma automática, porque creo que es lo que más puede beneficiar al funcionamiento del Sistema, lo que puede reducir los costes y lo que puede incrementar la confianza entre todas las partes.

 
  
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  Seán Kelly (PPE). - A Uachtaráin, gan dabht ar bith is ábhar an-tábhachtach é seo agus tá moladh mór ag dul don rapóirtéir as ucht an dea-obair a rinne sé. Tá moladh ag dul freisin do mo chomhghleacaí Astrid Lulling, bean atá anois cúig bliana agus ceithre scór agus is eiseamláir í den tseirbhís phoiblí – tá jab maith déanta acu.

One of the key points made in Ireland as being the cause of our demise for a while – thankfully now we are recovering – was not the lack of regulation but the lack of application of the regulations. That was because of a lack of supervision.

I think having EU-wide rules and EU-wide supervision is necessary, firstly to learn a lesson from what transpired, and, secondly, to show that, no matter who is dealing with the situation, there should always be somebody above them to assess their work. I think this is what this will do. It will guarantee equality, it will guarantee consistency, and it will guarantee that the regulators do their job from now on.

 
  
 

(Fine della procedura "catch-the-eye")

 
  
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  Tonio Borg, Member of the Commission. - Mr[nbsp ]President, on behalf of the Commission I would like to thank the rapporteur, Sven Giegold, the Committee on Economic and Monetary Affairs and the European Parliament as a whole for the work done on this report on the review of the European System of Financial Supervision (ESFS). The report underlines the important contribution the ESFS has made to enhancing the quality and consistency of financial supervision in the internal market.

The ESFS was established to address the inefficient, uneven and fragmented regulation and supervision of financial institutions and markets, as revealed by the crisis, and the lack of coordination among supervisors. The report confirms that, overall, the authorities have lived up to the expectations we had of them. The report also points to some areas for improvement, particularly with regard to the governance of the authorities, which would benefit from a stronger focus on Union values and interests.

We very much welcome the contribution this report makes to the review. Based on our own assessment and consultations, we agree that the authorities are cornerstones of the comprehensive reform process that has been initiated since the outbreak of the financial crisis. They have successfully built functioning organisations, started to deliver on their mandates and developed their own profiles. Their roles should therefore be preserved and further strengthened.

We acknowledge that the establishment of a banking union will impact on the functioning of the ESFS, but it does not call into question its existence or the need for it. On the contrary, the European supervision authorities may have an even more crucial role to play than they do today in ensuring consistent application of EU law throughout the internal market. The recently-reviewed system of governance of the European Banking Authority (EBA) reflects that role.

The European Systemic Risk Board (ESRB) will remain the macro-supervisor for the Union as a whole, with a mandate unique in geographical scope and in the variety of sectors covered. An assessment of the interaction between the ESFS and the banking union would be premature at this stage, but this aspect will be closely monitored in the future.

We appreciate the report’s consideration of some of the key issues concerning the functioning of the authorities. For example, we agree that due consideration should be given to how best to ensure that relevant decisions are taken in the European interest. We also concur that further streamlining of the funding arrangements should be considered, in order to ensure that the authorities can fulfil their mandates while taking into account the existing budgetary constraints at both national and European level. Moreover, we agree that the decision-making process in the ESRB General Board could be streamlined. The Commission takes note of the recommendations addressed to it in the report and will carefully consider them when preparing its policy response in this area.

 
  
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  Presidente. - La discussione è chiusa.

La votazione si svolgerà martedì 11 marzo, alle 12.00.

 
Dernière mise à jour: 9 mai 2014Avis juridique