Blickpunkt
 

Sacharow-Preis würdigt den Einsatz für Menschenrechte in aller Welt

Institutionen - 13-12-2006 - 15:55
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Einmal jährlich verleiht das Europäische Parlament den „Sacharow-Preis für geistige Freiheit" an Personen und Organisationen, die sich in besonderer Weise gegen Unterdrückung, Intoleranz und Ungerechtigkeit eingesetzt haben. Die Europa-Abgeordneten fördern durch den Preis Menschenrechte und Demokratie in aller Welt. Verfolgen Sie in den kommenden Wochen die Nominierung von Kandidaten, die Auswahl und die Preis-Verleihung auf unserer Website.

Der Sacharow-Preis wurde 1988 ins Leben gerufen und würdigt den Einsatz:
  • für Menschenrechte und Grundfreiheiten (insbesondere für die Redefreiheit),
  • den Schutz von Minderheiten,
  • die Achtung des Völkerrechts,
  • die Förderung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
Der Preis ist benannt nach dem 1989 verstorbenen russischen Kernphysiker, Dissidenten und Friedensnobelpreisträger (1975) Andrei Sacharow. Der Preis wird an Personen, Vereinigungen und Organisationen verliehen, unabhängig davon wo diese leben beziehungsweise ihren Sitz haben.
 
Die Abgeordneten und ihre Fraktionen schlagen einmal im Jahr Kandidaten für den Preis vor. Auf der Grundlage dieser Vorschläge wählen der Außen- und der Entwicklungsausschuss gemeinsam drei Finalisten aus. Die Konferenz der Präsidenten (d.h. die Fraktionsvorsitzenden und der Parlamentspräsident) wählt unter diesen dreien schließlich den Preisträger aus.
 
Der Preis wird offiziell vom Parlamentspräsidenten verliehen. Er überreicht ihn wenn möglich in Straßburg am 10. Dezember oder an einem Datum kurz davor oder danach. Am 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte unterzeichnet. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert.  
 
Das Europaparlament setzt sich in vielfältiger Weise für Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein. Neben dem Sacharow-Preis gehören zu diesem Einsatz beispielsweise:
  • die Arbeit des Unterausschusses für Menschenrechte,
  • ein jährlicher Bericht zur weltweiten Menschenrechtslage und ein weiterer Bericht zu den Menschenrechten innerhalb der EU. Die Berichte benennen Menschenrechtsverstöße und enthalten Handlungsvorschläge, um die Lage zu verbessern.
  • Während der Plenartagungen debattiert das Parlament jeweils donnerstags die Menschenrechtslage in bestimmten Ländern und verabschiedet Parlamentsentschließungen dazu.
  • Das Parlament hat wiederholt Regierungen kritisiert, die Menschenrechte missachten.
  • Finanzielle Mittel, die das Parlament für die Förderung von Demokratie und Menschenrechten bewilligt.
 
 
REF: 20060911FCS10501

Auszeichnungen im Jahr 2005: Frauen in Weiß, Hauwa Ibrahim und Reporter ohne Grenzen

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Poster Sacharow-Preis

Der Sacharow-Preis

Letztes Jahr wurde der Sacharow-Preis ausnahmsweise an drei Preisträger verliehen: die kubanische Dissidentengruppe  Damas de Blanco" (Frauen in Weiß), die nigerianische Menschenrechtsanwältin Hauwa Ibrahim und die internationale Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen".
 
Ein Jahr knappes Jahr nachdem sie mit dem Sacharow-Preis ausgezeichnet wurden, haben wir die Preisträger gefragt, was der Preis für sie bedeutet und wie er ihre Arbeit beeinflusst hat.
 
Frauen in Weiß ist eine Gruppe von Frauen, die sich für die Rechte von politischen Gefangenen in Kuba einsetzt. Seit 2004 protestieren sie jeden Sonntag gegen die Haft ihrer Ehemänner und Söhne, allesamt kubanische Dissidenten.
 
„Sie können sich nicht vorstellen, was das für uns bedeutet hat,“ sagte eine der Frauen gegenüber Laly Garcia, eine Kontakperson der Gruppe in den USA. Der Sacharow-Preis „hat sie geschützt. Er bedeutete Anerkennung außerhalb Kubas und hat sie in Kuba sehr bekannt gemacht“, sagt Garcia.
 
Nach wie vor setzen sich die Frauen in Weiß für die Freilassung ihrer Männer und Söhne ein. Jeden Sonntag ziehen sie ganz in Weiß in einem stummen Protestmarsch zur Santa-Rita-Kirche in Havanna-Miramar. Heute erkennen sie die Leute in Havanna, wissen, wer sie sind und warum sie demonstrieren.    
 
Reporter ohne Grenzen" ist eine internationale Organisation, die sich für die Pressefreiheit einsetzt. Auch der Einsatz für den Schutz von Journalisten vor Repressionen und gegen Zensur gehören zu den selbst gestellten Aufgaben der Reporter ohne Grenzen.
 
Der Sprecher von Reporter ohne Grenzen, Jean-François Julliard, meint heute: "Der Preis hat uns zusätzlich Glaubwürdigkeit und Bekanntheit gebracht bei Leuten, die sich daran erinnern, dass wir letztes Jahr den Preis bekommen haben. Wir setzen uns weiterhin für die Pressefreiheit ein.“
 
Hauwa Ibrahim ist eine führende Bürgerrechtsanwältin aus Nord-Nigeria. Sie verteidigt Frauen, denen die Steinigung wegen Ehebruchs droht oder auch Jugendliche, denen wegen Diebstahls grausame Strafen aufgrund einer inhumanen Auslegung der islamischen Scharia drohen.
 
Die Anwältin hat die Erfahrung gemacht, dass „der Preis Türen und viele neue Möglichkeiten eröffnet“. Im Sommer 2005 schrieb sie einen 2000-seitigen Bericht über die Tötung von sechs Nigerianern durch die Polizei. Der Präsident des Landes wies ihren Bericht zunächst zurück erst als sie mit dem Sacharow-Preis ausgezeichnet worden war, bekam sie eine E-Mail eines Ministers, in der ihr die Glückwünsche des Präsidenten übermittelt wurden, und auch ihrem Bericht wurde schließlich doch noch nachgegangen.
 
„Meine Auszeichnung hat grundsätzliche Ansichten in meinem Land verändert“. Das Preisgeld hat sie in eine Stiftung gegeben, die die Schulbildung von Jungen und Mädchen gleichermaßen fördert. „Mädchen- und Frauenbildung ist in meinem Land immer noch ein Problem. Ich wurde durch Zufall ausgebildet und ich wollte etwas zurückgeben.“  
 
Zur Zeit ist Hauwa Ibrahim für eine Gastprofessur an der Saint-Louis-Universität in den USA. Über ihre Auszeichnung mit dem Sacharow-Preis war im vergangen Jahr auch in der Universitätszeitschrift berichtet worden. Im Dezember wird sie nach Nigeria zurückkehren,  um ihre Menschenrechtsarbeit fortzusetzen.
 
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Zehn Nominierungen für den Sacharow-Preis 2006

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Sacharow-Preisträger-Collage

Die bisherigen Preisträger 1988-2006

Zehn Persönlichkeiten aus den unterschiedlichsten Bereichen wurden am Dienstag für den diesjährigen Sacharow-Preis nominiert. Die Europa-Abgeordneten kamen dafür zu einer gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Auswärtige Angelegenheiten, für Entwicklung sowie des Unterausschusses für Menschenrechte zusammen. Die Kandidaten haben durch ihr Engagement für die Zivilgesellschaft in Diktaturen, gegen Gewalt, für Frieden und Dialog und für die Pressefreiheit von sich reden gemacht.
 
Hélène Flautre, Vorsitzende des Unterausschusses für Menschenrechte, sagte, dass die Nominierungen für den Preis auch ein Spiegel der parlamentarischen Arbeit eines Jahres im Bereich Menschenrechte seien.
 
Unter den jetzt nominierten Persönlichkeiten werden der Außen- und der Entwicklungsausschuss am 25. September gemeinsam drei Finalisten auswählen.
 
Im Oktober werden dann die Fraktionsvorsitzenden gemeinsam mit dem Parlamentspräsidenten den diesjährigen Preisträger bestimmen.
 
Jede der Nominierungen wird von einer Gruppe von mindestens 37 Abgeordneten oder einer Parlamentsfraktion unterstützt.
 
Für den Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments 2006 wurden nominiert:
 
Ingrid Betancourt: Die 44-jährige kolumbianische Politikerin hat sich in ihrem Land gegen Drogenhandel, Gewalt und Korruption eingesetzt. Im Jahr 2002 kandidierte sie für die von ihr gegründete Partei "Oxígeno Verde" (Grüner Sauerstoff) für das Präsidentenamt. Sie wurde jedoch während des Wahlkampfes von einer Guerilla-Gruppe entführt und ist seit mehr als 1.600 Tagen (seit dem 23. Februar 2002) verschwunden. Die Nominierung im Namen einer Gruppe von Europa-Abgeordneten wurde von der Französin Marie-Arlette Carlotti (SPE) vorgetragen.
 
Alle, die sich in Kolumbien gegen Entführungen einsetzen: Mehr als 3.000 Menschen sind in Kolumbien in Geiselhaft; das sind 80% aller weltweit Entführten. Die Personen und Organisationen, die sich gegen Entführungen einsetzten und die Opfer und deren Familien unterstützen, wurden von den Grünen-Vorsitzenden Daniel Cohn-Bendit und Monica Frassoni im Namen ihrer Fraktion (Grüne/EFA) und mit Unterstützung von Abgeordneten aus anderen Fraktionen für den diesjährigen Sacharow-Preis nominiert.
 
Fulda-Mosocho-Projekt von Prof. Muthgard Hinkelmann-Toewe: Das Projekt setzt sich gegen die Genitalverstümmelung durch Beschneidung bei jungen Frauen in der Kisii-Volksgrupppe in Kenia ein. Die Beschneidungsrate lag 2002 im Projekt-Gebiet bei rund 98 Prozent. Durch das EU-finanzierten Projekt konnten hunderte Familien davon überzeugt werden, sich für die Unversehrtheit ihrer Töchter zu entscheiden und mehr als 4.000 Mädchen wurden aufgrund des Projekts nicht beschnitten. Es wurde von dem deutschen FDP-Abgeordneten Alexander Alvaro im Namen einer Gruppe von Abgeordneten nominiert.
 
Vladimir Kozlov: Der Menschenrechtsaktivist setzt sich für die Rechte der Mari-Volksgruppe und gegen die Russifizierung der Republik Mari El in der Russischen Föderation ein. Als Herausgeber einer Zeitung in der finno-ugrischen Mari-Sprache setzt er sich für die Pressefreiheit  ein. Er wurde von dem estnischen Sozialdemokraten Toomas Ilves im Namen einer Gruppe von Abgeordneten nominiert.
 
Bischoff Erwin Kräutler: Der Vorarlberger setzt sich als Bischof und Missionar in Brasilien – innerhalb und außerhalb der Kirche – für die Rechte und die Kultur der indianischen Ureinwohner und gegen die Ausbeutung und Zerstörung der Regenwälder der Amazonas-Region im Norden Brasiliens ein. Der 67-jährige wurde von dem SPÖ-Abgeordneten Herbert Bösch im Namen einer Gruppe von Abgeordneten nominiert.
 
Somaly Mam: Die Kambodschanerin setzt sich gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Frauen in Südosteuropa ein. In ihrem Buch „Das Schweigen der Unschuld“ hat sie ihre eigene Erfahrung als Zwangsprostituierte festgehalten. 1997 gründete sie in Kambodscha die Nichtregierungsorganisation Agir pour les femmes en situation précaire, die sich mittlerweile auch in Thailand, Laos und Vietnam für die Befreiung von jungen Frauen aus der Prostitution einsetzt. Sie wurde im Namen der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE) von dem niederländischen Abgeordneten Jules Maaten nominiert.
 
Alexander Milinkewitsch: Der weißrussische Oppositionspolitiker Milinkewitsch setzt sich für eine demokratische Zukunft seines Landes ein. Im März trat er bei den Präsidentschaftswahlen an, die jedoch demokratische Standards nicht erfüllten und in einem Klima der Einschüchterung stattfanden. Im April 2006 wurde Milinkewitsch wegen der Teilnahme an einer verbotenen Kundgebung in Minsk für 14 Tage inhaftiert. Der 59-jährige wurde im Name der christdemokratischen EVP-ED-Fraktion vom polnischen Abgeordneten Jacek Saryusz-Wolski und für die Union für das Europa der Nationen von dem irischen EU-Abgeordneten Brian Crowley nominiert.
 
Ghassan Tueni: Der libanesische Journalist und Diplomat ist ein Verfechter einer arabischen Identität und Vater von Gabrane Tueni, einem Zeitungsherausgeber, der letztes Jahr ermordet wurde. Tueni war Botschafter seines Landes bei der UNO. Seine Nominierung durch die Abgeordneten Patrie und de Keyser für die Sozialdemokratische Partei Europas (SPE) und durch den Vorsitzenden der Konföderalen Fraktion der Vereinigten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke, Francis Wurtz, für seine Fraktion ist mehreren ermordeten libanesischen Persönlichkeiten gewidmet: Rafiq Hariri, Basil Iléhan, Samir Kassir, Georg Hanoi und Gabrane Tueni.
 
Mesfin Wolde-Mariam: Der Mitbegründer des äthiopischen Menschenrechtsrates  setzte sich in seinem Land für Menschenrechte, gegen Hunger und Gewalt ein. Er wurde im November 2005 bei einer Demonstration festgenommen, die sich gegen mutmaßliche Manipulationen bei der Parlamentswahl vom Mai 2005 richtete. Der 76-jährige ehemalige Geographie-Professor ist in schlechtem gesundheitlichem Zustand und es droht ihm die Todesstrafe. Er wurde von der portugiesischen SPE-Abgeordneten Ana Gomes im Namen einer Gruppe von Abgeordneten nominiert.
 
Women in Black (Belgrade): Die antimilitaristische feministischen Friedensbewegung setzt sich für die Versöhnung der Volksgruppen im ehemaligen Jugoslawien ein. Außerdem fordern die „Frauen in Schwarz“ die Anerkennung der von serbischen Militärs und paramilitärischer Gruppen während des Balkan-Krieges verübten Kriegsverbrechen. Die Frauengruppe wurde von dem slowenischen Liberalen Jelko Kacin (ALDE) im Namen einer Gruppe von Abgeordneten nominiert.
 
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Vorauswahl: drei Nominierungen in der engeren Wahl

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Drei Nominierungen: Einsatz für Entführte, Milinkewitsch und Tueni

Der Außen- und der Entwicklungsausschuss des Parlaments haben eine Vorauswahl unter den Nominierungen für den Sacharow-Preis 2006 getroffen. Mit dem Preis zeichnet das Parlament Menschen und Organisationen aus, die sich für Meinungsfreiheit einsetzen. Nun stehen die drei Finalisten fest. Hören und sehen Sie die ersten Reaktionen der Europa-Abgeordneten.

Die drei Nominierungen, in alphabetischer Reihenfolge:
  • Für alle, die sich in Kolumbien für Entführte einsetzen, stellvertretend Ingrid Betancourt und die Stiftung Pais Libre.
  • Alexander Milinkewitsch, weißrussischer Oppositionsführer und vormaliger Präsidentschaftskandidat, der wegen der Teilnahme an einer verbotenen Kundgebung für zwei Wochen inhaftiert wurde.
  • Ghassan Tueni, libanesischer Journalist und Diplomat, der in Gedenken an die ermordeten Libanesen Rafik Hariri, Bassel Fleihan, Samir Kassir, George Hawi und Gebrane Tueni
Die Konferenz der Präsidenten, bestehend aus den Fraktionsvorsitzenden und dem EP-Präsidenten, wird im Oktober einen Gewinner auswählen. Der Preis wird offiziell am 13. Dezember, während der vorletzten Plenartagung des Jahres, vom Parlamentspräsidenten verliehen werden.
 
 
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Finalisten für den Sacharow-Preis: Einsatz gegen Entführungen in Kolumbien

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Demonstration in Paris zugunsten von Entführungsopfern

Entführungen nicht tatenlos hinnehmen

Seit Ende September stehen sie fest: die drei Finalisten für den Sacharow-Preis 2006, mit dem das Parlament den Einsatz für die Menschenrechte würdigt. Wir präsentieren ihnen jeweils eine Nominierung, in alphabetischer Reihenfolge. Den Anfang macht „Kolumbien: alle, die sich für die Entführungsopfer einsetzen“.
 
Die Nominierung „Kolumbien: alle, die sich für die Entführungsopfer einsetzen“ stellt ein Thema in den Vordergrund: den Kampf gegen Geiselnahmen und den Einsatz für die Opfer von Entführungen und deren Angehörige.
 
Es wird geschätzt, dass in Kolumbien 80% aller Entführungsopfer weltweit festgehalten werden. Über 3000 Geiseln, einige von ihnen schon mehr als acht Jahre in Gefangenschaft. Zu ihnen gehören politische und gesellschaftliche Führungspersönlichkeiten, Soldaten, Polizisten und einfache Bürger.
 
Zivilbevölkerung zwischen den Fronten
 
Die Lage in Kolumbien ist seit Jahren von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften, Guerillas und paramilitärischen Gruppen gekennzeichnet, die zu massiven Menschenrechtsverletzungen und regelmäßig zu Opfern unter der Zivilbevölkerung führt.
 
Die Guerillas finanzieren sich durch Entführungen und Schutzgeld- sowie Lösegelderpressung und setzten Entführungen als politische Waffe ein. Auch der Drogenhandel dient der Kriegsfinanzierung und hat Kolumbien zum weltweiten Zentrum des Kokain-Handels gemacht, während Millionen Kolumbianer in Armut leben.
 
Die Regierung hat einen Friedensprozess mit den paramilitärischen Gruppen eingeleitet und im Oktober Verhandlungen mit der FARC-Guerrilla über einen „Gefangenenaustausch“ begonnen.
 
Stellvertretend für den Kampf für Menschenrechte und gegen Entführungen stehen Ingrid Betancourt und die Stiftung País Libre (Freies Land):
 
Ingrid Betancourt hat in Kolumbien Kampagnen gegen Korruption und Drogenhandel angeführt, ehe sie im Februar 2002 selbst von der FARC (spanisch für Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) entführt wurde. Sie war Parlamentsabgeordnete und Senatorin sowie im Jahr 2002 Präsidentschaftskandidatin für die von ihr gegründete Partei Oxygen Verde (Grüner Sauerstoff). Ihre Partei strebt vor allem eine Ende des Bürgerkrieges durch Verhandlungen an.
 
Als Abgeordnete hat sich Betancourt gegen die Korruption und die Gewalt in ihrem Land eingesetzt sowie für die Unterstützung der Opfer. Sie entging einer Entführung nur knapp und hatte mehrere Morddrohungen erhalten, weshalb ihre Kinder das Land verließen. Sie wurde während des Wahlkampfes entführt, als sie mit der FARC über ein Ende der Entführungen verhandeln wollte.
 
País Libre (Freies Land) ist eine nichtstaatliche Organisation, die Entführungsopfern und deren Angehörigen sowie anderen Opfern von Erpressungen unentgeltlich und streng vertraulich beisteht. País Libre setzt sich für die Freiheit des Individuums ein und thematisiert systematisch die Probleme Kolumbiens. Auch strebt die Organisation politische und rechtliche Veränderungen an und bemüht sich, die Schädigung der Opfer durch Beratung und psychologische Unterstützung zu minimieren.
 
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Finalisten für den Sacharow-Preis: Alexander Milinkewitsch

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Alexander Milinkevich, one of the laureates of the Sakharov prize 2006, at the European Parliament

Alexander Milinkewitsch im EP

Der weißrussische Oppositionelle Alexander Milinkewitsch ist einer von drei Finalisten, die für den Sacharow-Preis 2006 nominiert worden sind. Mit dem „Sacharow-Preis für geistige Freiheit“ würdigt das Parlament den Einsatz für Menschenrechte, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die freie Meinungsäußerung. Lesen Sie mehr über Milinkewitsch und warum er nominiert wurde.

Alexander Milinkewitsch wurde für seinen gewaltlosen und mutigen Widerstand gegenüber der totalitären Regierung Weißrusslands nominiert, der letzten Diktatur Europas.
 
Der 59jährige steht für zivilgesellschaftliches Engagement für die Grundrechte und den Respekt für demokratische Prinzipien. Er setzt sich seit Jahren trotz ständiger Einschüchterungsversuche durch das Regime für ein freies und demokratisches Weißrussland ein.
 
Polyglotter Naturwissenschaftler
 
Milinkewitsch ist studierter Physiker und Mathematiker. Nach wissenschaftlicher Ausbildung und Lehrtätigkeit in Weißrussland, Frankreich, den USA und Deutschland leitete er von 1980 bis 1984 das Institut für Physik der Universität von Setif in Algerien.
 
Anschließend kehrte er in seine an der Grenze zu Polen und Litauen gelegene Heimatstadt Hronda in Weißrussland zurück, um an der dortigen Universität zu lehren. Von 1990 bis 1996 war er stellvertretender Bürgermeister der rund 300.000 Einwohner zählenden Stadt. Der zweifache Vater spricht Weißrussisch und Russisch, Polnisch, Französisch und Englisch.
 
Die Opposition vereinigte sich hinter dem Parteilosen
 
Von 1996 bis zu deren Verbot war er Vorsitzender der Nichtregierungsorganisation „Ratuscha“ in Hrodna. 2001 leitete er die Wahlkampagne von Sjamion Domasch, der gegen Alexander Lukaschenko als Präsidentschaftskandidat antrat.
 
Im Oktober 2005 wurde Milinkewitsch, der keiner Partei angehört, als gemeinsamer Kandidat der Vereinigten Demokratischen Kräfte der weißrussischen Opposition nominiert und trat am 19. März 2006 bei den Präsidentschaftswahlen an.
 
Laut der offiziellen Ergebnisse erlangte Amtsinhaber Lukaschenko, der nur aufgrund einer zweifelhaften Verfassungsänderung erneut zur Wahl hatte antreten können, 82 Prozent der Stimmen, während Milinkewitsch 6 Prozent zugesprochen wurden.
 
Den Drohungen und Einschüchterungen trotzend
 
Die EU und die OSZE kritisierten, dass die Wahl internationalen Standards nicht genügt habe. „Die willkürliche Ausnutzung staatlicher Macht sowie umfassende Inhaftierungen sind Beispiele für die Nichteinhaltung der Grundrechte auf Versammlungs-, Koalitions- und Meinungsfreiheit," so die OSZE-Wahlbeobachter.
 
Eine Delegation des Europäischen Parlaments stellte fest, dass die  Wahl „in einer Atmosphäre von Angst und Drohungen“ stattgefunden hat. Lukaschenko wird mit der Drohung zitiert, jedem „den Hals umdrehen” zu lassen, der am Wahltag „die öffentliche Ordnung“ störe.
 
Nachdem der weißrussische Staatsapparat Lukaschenko zum Sieger erklärte, mobilisierte die Opposition jedoch über Tage mehrere Tausend Bürger, die friedlich gegen die Einschüchterungen und das Wahlergebnis demonstrierten. „Die Menschen haben ihre Angst überwunden. Unser Ziel sind neue und faire Wahlen,” erklärte Milinkewitsch.
 
Zwischen 400 und 500 Demonstranten harrten Tag und Nach in Zelten auf einem zentralen Platz der Hauptstadt Minsk aus, bis Spezialeinheiten der Polizei die Zelte in der Nacht auf den 24. März stürmten. Im April wurde Milinkewitsch selbst für zwei Wochen inhaftiert, weil er an einer nicht genehmigten Demonstration teilgenommen hatte. 
 
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Finalisten für den Sacharow-Preis: Ghassan Tueni

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Ghassan Tueni

Ghassan Tueni

Ghassan Tueni, engagiert sich im Libanon, den Gräben zwischen den religiösen und ethnischen Gruppen trotzend, für Toleranz, Freiheit und Einheit. Er verficht die Idee einer Nation, die aus ihrer Vielfalt Stärke schöpft.
 
Tueni wurde 1926 in Beirut geboren. Nach einem Studium an der Harvard-Universität kehrte er 1948 in den Libanon zurück, um in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, der dort 1933 die liberale unabhängige arabische Tageszeitung An-Nahar gegründet hatte.
 
Tueni war an der Gründung der ersten arabischen Universität für Recht, Politikwissenschaft und Wirtschaftswissenschaften beteiligt und begann bereits 1951 seine politische Karriere und hat seitdem mehrfach Kabinettsposten inne gehabt. Von 1977 bis 1982 vertrat er sein Land bei der UNO. Er ist der Vater von Gebrane Tueni, der im Dezember letzten Jahres durch eine Autobombe ermordet wurde und der zu diesem Zeitpunkt in der dritten Generation die Zeitung An-Nahr leitete.
 
Ghassan Tueni unterstützt den Dialog von Parlamentariern aus Nordafrika und dem Nahen Osten im Rahmen der Euromed-Partnerschaft.
 
Ghassan Tueni hat die Nominierung für den Sacharow-Preis 2006 im Gedenken an fünf im Libanon ermordete Persönlichkeiten angenommen:
 
Gebrane Tueni: Sohn von Ghassan Tueni, Journalist und Parlamentsabgeordneter. Er hat in seiner Zeitung die Besetzung des Libanons mehrfach kritisiert. Sein Einsatz gegen die Präsenz des syrischen Militärs im Libanon und den politischen Einfluss Syriens in seinem Land führte zu Drohungen gegen ihn, weshalb er eine Weile nach Frankreich ins Exil ging. Einen Tag nach seiner Rückkehr in den Libanon, am 12. Dezember 2005, fiel er einem Attentat zum Opfer.
 
Rafik Hariri: Premierminister des Libanon von 1992 bis 1998 und von 2000 bis Oktober 2004; er spielte eine herausragende Rolle beim Wideraufbau Beiruts nach dem Bürgerkrieg und bemühte sich um die Versöhnung der religiösen und ethnischen Gruppen. Er ist Gründer der  Fernsehstation Al-mustaqbal (Die Zukunft) und einer gleichnamigen Zeitung. Am 14. Februar 2005 kam er bei einem Anschlag auf seinen Konvoi ums Leben, der 20 weiteren Menschen das Leben kostete.
 
Bassel Fleihan: war von 1993 bis 1999 Berater des libanesischen Finanzministers und von 2000 bis 2003 Handels- und Wirtschaftsminister und für wirtschaftliche Reformen verantwortlich. Er war eines der Opfer des Anschlag auf den Konvoi des Premierministers, an dessen Folgen er zwei Monate später starb.
 
Samir Kassir: war Universitätsprofessor, Historiker und Journalist. Er schrieb unter anderem für An-Nahr und wurde am 2. Juni 2005 durch eine Autobombe ermordet.
 
George Hawi: war von 1979 bis 1993 Generalsekretär der Kommunistischen Partei des Libanon, aus der er im Jahr 2000 austrat. Er war ein Kritiker des syrischen Einflusses im Libanon und wurde im Juni 2005 durch eine Bombe in seinem Auto ermordet.
 
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Alexander Milinkewitsch Gewinner des Sacharow-Preises 2006

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Alexander Milinkewitsch

Preisträger Alexander Milinkewitsch

Der weißrussische Oppositionsführer Alexander Milinkewitsch ist der diesjährige Gewinner des Sacharow-Preises für Geistige Freiheit. Die Konferenz der Präsidenten (Fraktionsvorsitzende plus Parlaments-Präsident) entschied am Donnerstag, Milinkewitsch für seinen gewaltlosen und mutigen Widerstand gegenüber der totalitären Regierung Weißrusslands zu würdigen. Der Preis wird am 12. Dezember während der Plenarsitzung des EP in Straßburg verliehen und ist mit 50. 000 Euro dotiert.

Der 59jährige Milinkewitsch steht für zivilgesellschaftliches Engagement für die Grundrechte und den Respekt für demokratische Prinzipien. Er setzt sich seit Jahren trotz ständiger Einschüchterungsversuche durch das Regime für ein freies und demokratisches Weißrussland ein. Mit der Verleihung des Sacharow-Preises würdigt das EP seinen Einsatz für Menschenrechte, Demokratie, Rechts-staatlichkeit und die freie Meinungsäußerung.

Polyglotter Naturwissenschaftler

Milinkewitsch ist studierter Physiker und Mathematiker. Nach wissenschaftlicher Ausbildung und Lehrtätigkeit in Weißrussland, Frankreich, den USA und Deutschland leitete er von 1980 bis 1984 das Institut für Physik der Universität von Setif in Algerien.

Anschließend kehrte er in seine an der Grenze zu Polen und Litauen gelegene Heimatstadt Hronda in Weißrussland zurück, um an der dortigen Universität zu lehren. Von 1990 bis 1996 war er stellvertretender Bürgermeister der rund 300.000 Einwohner zählenden Stadt. Der zweifache Vater spricht Weißrussisch und Russisch, Polnisch, Französisch und Englisch.

Opposition vereinigte sich hinter dem Parteilosen

Von 1996 bis zu deren Verbot war er Vorsitzender der Nichtregierungsorganisation „Ratuscha“ in Hrodna. 2001 leitete er die Wahlkampagne von Sjamion Domasch, der gegen Alexander Lukaschenko als Präsidentschaftskandidat antrat.

Im Oktober 2005 wurde Milinkewitsch, der keiner Partei angehört, als gemeinsamer Kandidat der Vereinigten Demokratischen Kräfte der weißrussischen Opposition nominiert und trat am 19. März 2006 bei den Präsidentschaftswahlen an.

Laut der offiziellen Ergebnisse erlangte Amtsinhaber Lukaschenko, der nur aufgrund einer zweifelhaften Verfassungsänderung erneut zur Wahl hatte antreten können, 82 Prozent der Stimmen, während Milinkewitsch 6 Prozent zugesprochen wurden.

Drohungen und Einschüchterungen trotzend

Die EU und die OSZE kritisierten, dass die Wahl internationalen Standards nicht genügt habe. „Die willkürliche Ausnutzung staatlicher Macht sowie umfassende Inhaftierungen sind Beispiele für die Nichteinhaltung der Grundrechte auf Versammlungs-, Koalitions- und Meinungsfreiheit," so die OSZE-Wahlbeobachter.

Eine Delegation des Europäischen Parlaments stellte fest, dass die  Wahl „in einer Atmosphäre von Angst und Drohungen“ stattgefunden hat. Lukaschenko wird mit der Drohung zitiert, jedem „den Hals umdrehen” zu lassen, der am Wahltag „die öffentliche Ordnung“ störe.

Nachdem der weißrussische Staatsapparat Lukaschenko zum Sieger erklärte, mobilisierte die Opposition jedoch über Tage mehrere Tausend Bürger, die friedlich gegen die Einschüchterungen und das Wahlergebnis demonstrierten. „Die Menschen haben ihre Angst überwunden. Unser Ziel sind neue und faire Wahlen,” erklärte Milinkewitsch.

Zwischen 400 und 500 Demonstranten harrten Tag und Nacht in Zelten auf einem zentralen Platz der Hauptstadt Minsk aus, bis Spezialeinheiten der Polizei die Zelte in der Nacht auf den 24. März stürmten. Im April wurde Milinkewitsch selbst für zwei Wochen inhaftiert, weil er an einer nicht genehmigten Demonstration teilgenommen hatte.
 
Sacharow-Preis würdigt Einsatz für Menschenrechte in aller Welt
 
Einmal jährlich verleiht das Europäische Parlament den „Sacharow-Preis für geistige Freiheit" an Personen und Organisationen, die sich in besonderer Weise gegen Unterdrückung, Intoleranz und Ungerechtigkeit eingesetzt haben. Die Europa-Abgeordneten fördern durch den Preis Menschenrechte und Demokratie in aller Welt.
 
Der Sacharow-Preis wurde 1988 ins Leben gerufen und würdigt den Einsatz:


  • für Menschenrechte und Grundfreiheiten (insbesondere für die Redefreiheit),
  • den Schutz von Minderheiten,
  • die Achtung des Völkerrechts,
  • die Förderung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
 
Der Preis ist benannt nach dem 1989 verstorbenen russischen Kernphysiker, Dissidenten und Friedensnobelpreisträger (1975) Andrei Sacharow. Der Preis wird an Personen, Vereinigungen und Organisationen verliehen, unabhängig davon wo diese leben beziehungsweise ihren Sitz haben.

 

Weitere Informationen :

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Alexander Milinkewitsch: "Unser Sieg wird kommen"

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Alexander Milinkewitsch

Alexander Milinkewitsch

Der weißrussische Oppositionsführer Alexander Milinkewitsch ist heute mit dem Sacharow-Preis für Geistige Freiheit des Europäischen Parlaments ausgezeichnet worden. Mit dem Preis, der mit 50.000 Euro dotiert ist, würdigt das EP den gewaltlosen und mutigen Widerstand Milinkewitschs gegenüber der totalitären Regierung Weißrusslands sowie seinen Einsatz für Menschenrechte, Demokratie, Rechtstaatlichkeit und freie Meinungsäußerung.
 
Der 59jährige Milinkewitsch steht für zivilgesellschaftliches Engagement für die Grundrechte und den Respekt für demokratische Prinzipien. Er setzt sich seit Jahren trotz ständiger Einschüchterungsversuche durch das Regime für ein freies und demokratisches Weißrussland ein.
 
"Unser Sieg wird kommen"
 
In seiner Rede erklärte Alexander Milinkewitsch: "Alle Menschen in Belarus erhalten mit mir diesen Preis, all jene, die für Freiheit kämpfen und all jene, die in meinem Land den Kampf weiter führen". Die Proteste nach den Wahlen im März seien ein erster Sieg gewesen - "wir werden aber noch viele Siege brauchen, um das Regime in Belarus zu überwinden", so Milinkewitsch. Das Regime befinde sich in einer schwierigen Situation, die Machthaber würden nervös. Die jetzigen Machthaber könnten keine freien Wahlen mehr gewinnen. Milinkewitsch dankte der Europäischen Union für ihre Hilfe. Diese müsse noch weiter ausgebaut werden, etwa für freie Medien.
 
Er betonte, dass die Zukunft von Belarus in Europa liege. Europa sei ohne Belarus nicht vollständig. "Ich verspreche Ihnen: Unser Sieg wird kommen. Belarus wird ein freier und demokratischer Staat werden", so Milinkewitsch abschließend.
 
"Symbol für die Hoffnung auf eine demokratische Zukunft in Belarus"
 
Vor der Verleihung des Preises sagte EP-Präsident Josep Borrell, Alexander Milinkewitsch sei ein "Symbol für die Hoffnung auf eine demokratische Zukunft in Belarus". Er werde in die Geschichte eingehen.
 
Als Europäer hätten wir die Verpflichtung, die Menschenrechte zu verteidigen und zu fördern - "wir dürfen deshalb niemals die Verletzung der Menschenwürde und demokratischer Werte auf unserem eigenen Kontinent und darüber hinaus zulassen. Der Sacharow-Preis 2006 ist Ausdruck dieser Entschlossenheit".
 
Sacharow-Preis würdigt Einsatz für Menschenrechte in aller Welt

Einmal jährlich verleiht das Europäische Parlament den „Sacharow-Preis für geistige Freiheit" an Personen und Organisationen, die sich in besonderer Weise gegen Unterdrückung, Intoleranz und Ungerechtigkeit eingesetzt haben. Die Europa-Abgeordneten fördern durch den Preis Menschenrechte und Demokratie in aller Welt.


Der Sacharow-Preis wurde 1988 ins Leben gerufen und würdigt den Einsatz:

 
  • für Menschenrechte und Grundfreiheiten (insbesondere für die Redefreiheit),
  • den Schutz von Minderheiten,
  • die Achtung des Völkerrechts und
  • die Förderung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
 
Der Preis ist benannt nach dem 1989 verstorbenen russischen Kernphysiker, Dissidenten und Friedensnobelpreisträger (1975) Andrei Sacharow. Der Preis wird an Personen, Vereinigungen und Organisationen verliehen, unabhängig davon wo diese leben beziehungsweise ihren Sitz haben.
 
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Download: Video und mehr

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Logo mit Namenszug Sacharow

Logo des Sacharow-Preises 2006

Unten finden Sie ein kurzes Video über den Sacharow-Preis.
 
Außerdem Poster, Broschüren, Postkarten, Banner, die als ZIP-Dateien komprimiert sind. Wählen Sie nach dem Entpacken die deutsche Version (DE).

 
 

Weitere Informationen :

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