ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
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7. März 2007
PE 382.951v01-00
 
B6‑0023/2007
eingereicht gemäß Artikel 113 der Geschäftsordnung
von Roberta Angelilli, Cristiana Muscardini, Alessandra Mussolini, Pasqualina Napoletano, Luciana Sbarbati, Stefano Zappalà, Adriana Poli Bortone, Pia Elda Locatelli, Patrizia Toia, Amalia Sartori, Alfredo Antoniozzi, Alessandro Battilocchio, Carlo Casini, Alessandro Foglietta, Luisa Morgantini, Lapo Pistelli, Antonio Tajani, Giuseppe Castiglione, Luigi Cocilovo, Giovanni Claudio Fava, Francesco Musotto, Sebastiano Musumeci, Alfonso Andria, Vincenzo Lavarra, Andrea Losco, Aldo Patriciello, Umberto Pirilli, Gianni Pittella, Luca Romagnoli, Riccardo Ventre, Donato Tommaso Veraldi, Vittorio Agnoletto, Mario Borghezio, Giulietto Chiesa, Monica Frassoni, Romano Maria La Russa, Pier Antonio Panzeri, Guido Podestà, Gianluca Susta, Marta Vincenzi, Sergio Berlato, Iles Braghetto, Renato Brunetta, Giorgio Carollo, Sepp Kusstatscher, Vittorio Prodi, Salvatore Tatarella, Armando Veneto, Mario Mauro, Mario Mantovani, Roberto Musacchio, Mogens N.J. Camre und Inese Vaidere
zu einem Verbot des Verkaufs und Vertriebs des Videospiels „Rule of Rose“ in Europa und zur Einrichtung einer Europäischen Beobachtungsstelle für Kinder und Minderjährige

Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments zu einem Verbot des Verkaufs und Vertriebs des Videospiels „Rule of Rose“ in Europa und zur Einrichtung einer Europäischen Beobachtungsstelle für Kinder und Minderjährige 
B6‑0023/2007

Das Europäische Parlament,

–  gestützt auf Artikel 113 seiner Geschäftsordnung,

A.  in der Erwägung, dass in Europa heutzutage viele Videospiele für Kinder mit Gewaltinhalt im Handel erhältlich sind und dass vor kurzem ein neues Videospiel – „Rule of Rose“ – in Europa auf den Markt gekommen ist, in dem Kinder im Zusammenhang mit perversen, gewalttätigen und sadistischen Bildern, die die Menschenwürde verletzen, dargestellt werden,

B.  in der Erwägung, dass es bei diesem Videospiel darum geht, ein Mädchen, das an Perversität und Sadismus grenzende psychosexuelle und körperliche Gewalt erfahren hat, lebendig zu begraben,

C.  in der Erwägung, dass es sich bei diesem Videospiel nur um das letzte einer Reihe handelt, die bei Jugendlichen immer populärer wird und deren einziges Ziel es ist, zu Gewalt aufzuhetzen und den Schwächsten zu schikanieren und zu misshandeln,

D.  in der Erwägung, dass Mobbing eine Erscheinung ist, die sich in Europa und in Italien dramatisch ausbreitet, und in der Erwägung, dass sich auch schwere gewalttätige Zwischenfälle unter Minderjährigen ereignet haben, darunter der Fall eines behinderten Jungen, der schikaniert wurde (was vom Täter gefilmt und ins Internet gestellt wurde),

E.  in der Erwägung, dass die Einrichtungen der Gemeinschaft die Rechte von Minderjährigen seit jeher schützen,

1.  fordert die Mitgliedstaaten auf, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um den Verkauf von Videospielen mit besonders gewalttätigem und brutalem Inhalt zu verbieten;

2.  fordert die Einrichtung einer Europäischen Beobachtungsstelle für Kinder und Minderjährige, durch die präventiv der Inhalt von Videospielen überwacht und ein einheitlicher Verhaltenskodex für den Verkauf und Vertrieb von Videospielen für Kinder festgelegt wird.

Letzte Aktualisierung: 9. März 2007Rechtlicher Hinweis